Mein perfekter Schreibtag auf Rügen

Weil ich gerade mal wieder auf dem Weg in mein Refugium zum Schreiben bin hier ein Beitrag von meinem Blog #Rügenkrimis und mehr. Und wie sieht Ihr idealer Schreibtag aus?

Rügen-Krimis und mehr

Mein perfekter Schreibtag findet in Binz statt. Denn ein Arbeitsplatz mit weitem Ostseeblick ist dafür unverzichtbar, und den gibt es in hübschen Ferienwohnungen entlang der Strandpromenade. In der Vor- und Nachsaison sind sie durchaus bezahlbar (siehe dazu: »Schreiben mit Aussicht«).

PerfekterTag4

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Buchtipp: »Der deutsche Wortschatz« von Franz Dornseiff

DornseiffWie oft hat man das Gefühl, die deutsche Sprache besitze zu wenige Wörter. Dreimal haben Sie in einem kurzen Absatz schon gehen geschrieben. Hat man Ihnen nicht im Aufsatzunterricht zu vermitteln versucht, dass Wiederholungen unschön sind und deshalb vermieden werden sollen? Nun also, welche Synonyme, d. h. Wörter mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung, gibt es zu gehen? Glücklicherweise sitzen Sie nicht mehr im Klassenzimmer und dürfen deshalb Hilfsmittel benutzen. Bekannt sind Ihnen vermutlich das Synonymwörterbuch des Duden (Band 8), das sinn- und sachver­wandte Wörter enthält, und die Thesaurus-Funktion von »Word«, die sich unter dem Menüpunkt Überprüfen verbirgt. Im »Word«-Thesaurus finden Sie immerhin zehn Verwandte des Gehens, unter anderem stolzieren, stelzen, walzen, schreiten. Im Synonymwörterbuch des Duden erfahren Sie, dass gehen in anderen Bedeutungen auch kündigen, funktionieren oder verkaufen heißen kann. Wenn Sie aber zu fortbewegen zurückblättern, treffen Sie auch hier auf eine hübsche Liste, zu der unter anderem schlurfen, schlurren, watscheln, pesen und wetzen gehören, aber etwa auch über den großen Onkel gehen oder wie ein Storch im Salat gehen. Weiterlesen

Von Heldenreisen und Schneeflocken

Schneeflocken-HeldenreiseWie wichtig sind Strukturvorgaben für das Plotten von Romanen? Darüber wird unter Autoren und Autorinnen heftig debattiert und gestritten. Die bekanntesten Muster sind »Heldenreise«, »Schneeflockensystem« und »Drei-Akt-Struktur«, da wird gefachsimpelt über Plotpoint, Pinchpoint, Mirror-Moment, Twist usw. So mancher fühlt sich von dem Begriffswirrwarr überfordert und fragt sich, ob er erst Listen von Fachwörtern pauken muss, bevor er endlich schreiben darf. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Absolutheit, mit der die jeweilige Methode zuweilen als einzig sinnvolle verteidigt wird. Die meisten wollen gerade nicht nach Schema F arbeiten, sondern auf ihre eigene Weise erzählen. Weiterlesen

Marketinginstrument Buchtitel

 

BuecherregalSo schwer es oft ist, einen passenden Namen für ein Kind zu finden, so schwer ist es, einem Roman, einer Erzählung oder einem Sachbuch einen passenden Titel zu geben. Ist das nicht egal?, werden Sie jetzt vielleicht fragen, weil Sie wissen, dass der Verlag den Titel festlegt. Nein, das ist es nicht. Natürlich haben Sie recht, den endgültigen Titel ersinnen Lektorat und Marketingabteilung des Verlags. Er soll möglichst viele potenzielle Kunden zum Kauf verführen. Doch Ihre Aufgabe ist zunächst Werbung in eigener Sache: Ein attraktiver Arbeitstitel soll den Lektor neugierig auf Ihr Manuskript machen. Wichtig ist der Titel darüber hinaus bei Beiträgen, die Sie zu Wettbewerben oder Anthologien einreichen. Und wenn Sie Ihre Werke selbst publizieren, müssen Sie selbst auf Werbewirksamkeit achten. Weiterlesen

Gänsefüßchen & Co.

Im Duden heißt es kurz und knapp: »Anführungszeichen stehen vor und hinter wörtlich wiedergegebenen Äußerungen und Gedanken.« So weit, so einfach. Der Teufel steckt wie immer im Detail. Lassen die zahlreichen Anführungsstriche bei schneller Wechselrede den Text nicht verwirrend und plump erscheinen? Stehen die Gänsefüßchen vor oder hinter den Satzzeichen? Warum erzeugt mein Textverarbeitungsprogramm nur „nach oben gerichtete“ Striche? Wann benutzt man ‚einfache‘ Anführungszeichen? Und wo verstecken sich eigentlich die kleinen »spitzen doppelten« oder ›einfachen‹ Zeichen, die viel hübscher sind als die >plumpen< Dinger, die mein Computer produziert? Weiterlesen

Juli Zeh: »Treideln«

Kein Schreibratgeber, keine Autobiografie, keine Poetik – einerseits. Andererseits aber doch, und zudem das klügste, wahrhaftigste und witzigste Buch über das Schreiben und das Leben, das ich je gelesen habe. Seine Entstehung verdankt sich der ehrwürdigen Einrichtung einer Poetikdozentur an der Goethe-Universität Frankfurt. Seit 1959 stellt dort in jedem Semester ein deutschsprachiger Schriftsteller sein poetologisches Konzept vor. Weiterlesen

Lieschen Müller oder Carla Caroli? Über Pseudonyme

Veröffentlichen unter PseudonymPseudonym ja oder nein? Das ist ein Thema, mit dem sich viele Autorinnen und Autoren beschäftigen. Die Gründe und Antworten sind vielfältig. Glücklicherweise können wir für das Deutschland der Gegenwart eine Notwendigkeit ausschließen: Aus politischen Gründen muss sich niemand hinter einem fremden Namen verstecken, um überhaupt publizieren zu können. Doch es kann andere Motive geben, warum jemand seine wahre Identität verbergen möchte: Weiterlesen