Archiv der Kategorie: Schreibratgeber

Literarische Figuren entwickeln mit den »Big Five«

Playmobil-People-(3-von-10)Bei der psychologischen Ausstattung von Figuren können die Ergebnisse der Persönlichkeitsforschung interessante Anregungen geben. Zwar empfindet sich jeder Mensch als einzigartig, trotzdem bemühen sich Wissenschaftler immer wieder darum, Charaktertypen zu bestimmen, also nicht die Unterschiede, sondern die Ähnlichkeiten herauszustellen. Ausgehend von der antiken Temperamentenlehre, die zwischen Cholerikern, Melancholikern, Phlegmatikern und Sanguinikern unterscheidet, also zwischen reizbaren, depressiven, schwerfälligen und lebhaften Menschen, entstanden im Laufe der Jahrhunderte immer wieder neue Theorien. Dass fünf unabhängige und weitgehend kulturstabile Faktoren die Persönlichkeit des Menschen bestimmen, haben Forscher in den Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts herausgefunden. Die »Big Five«, wie sie auch genannt werden, sind bipolar, das heißt, die Ausprägungen lassen sich in einem Spektrum zwischen jeweils zwei Extremen bestimmen:

  1. Neurotizismus meint den Umgang mit negativen Emotionen zwischen Labilität und Stabilität.
  2. Das zwischenmenschliche Verhalten pendelt zwischen geselliger, aktiver Extraversion und zurückhaltender Introversion.
  3. Der Offenheit für Neues und Experimentierfreude stehen Orientierung an Bekanntem und Bewährtem sowie konservative Einstellungen gegenüber.
  4. Verträglichkeit bezieht sich auf das interpersonelle Verhalten und kann altruistisch und empathisch oder egozentrisch und misstrauisch sein.
  5. Gewissenhaftigkeit umfasst das Spektrum zwischen planend und zuverlässig bis zu spontan und unstrukturiert.

Die Ergebnisse der Persönlichkeitspsychologie werden vor allem von Unternehmen für Personalauswahl, Karriereentwicklung und Teambildung genutzt. Ihnen als Autorin oder Autor können die Kategorien bei der Entwicklung Ihrer Hauptfiguren helfen. Im Internet finden sich entsprechende Tests mit Fragen und Auswertungen, mit deren Hilfe sich Persönlichkeitsprofile herausarbeiten oder schärfen lassen. Es ist aufschlussreich, einen solchen Test nicht für sich selbst, sondern für den Protagonisten auszufüllen. Man merkt dabei sehr deutlich, wenn man – möglicherweise ohne es zu wollen – ein Abziehbild seiner selbst geschaffen hat oder noch zu wenig über die Figur weiß. Hilfreich ist solch ein Test auch, wenn es schwerfällt, beide Seiten einer Figur zu sehen, also beim Bösewicht die positiven Eigenschaften und bei einer liebenswerten Person die negativen. Da die »Big Five« mehrere Dimensionen einer Persönlichkeit beleuchten, wird der Blick in gleicher Weise auf Schwächen wie Stärken gelenkt. Und schließlich werden durch die Analyse die Grundbedürfnisse gut sichtbar. Wenn also beispielsweise die Auswertung für Ihren Protagonisten ergibt, dass er überdurchschnittlich leistungsorientiert ist und nach Anerkennung strebt, haben Sie damit einen guten Hebel, um einen Konflikt zu entwickeln: Diese Figur wird aktiv, wenn man ihre Leistung nicht honoriert, wenn sich vielleicht sogar ein anderer damit schmückt.

Mehr zum Thema: Isa Schikorsky: Helden, Helfer und Halunken. Perfekte Figuren für Ihren Roman. Ein Schreibratgeber. Norderstedt: BoD 2014

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Figuren und Vorurteile

Mein absoluter Lieblingsroman in diesem Frühling ist »Altes Land« von Dörte Hansen. Mir gefällt einfach alles an diesem Debüt. In einer direkten, klaren Sprache, ebenso ergreifend wie wahrhaftig, erzählt Hansen von den nie ganz vernarbenden Wunden, die durch Krieg und Vertreibung nicht nur in einer Generation entstanden sind, von Einsamkeit und unerfüllter Liebe, aber auch von Eitelkeit, Neid und Missgunst, von zerstörten Träumen und dem Willen, weiterzuleben – trotz alledem. Im Zentrum der verschiedenen, geschickt verknüpften Handlungsstränge stehen die schlichte Poesie einer alten Landschaft und ein altes Haus. Der melancholische Grundton verwandelt sich zuweilen in einen wunderbar bösen und sarkastischen Erzählstil. Und bei diesen Passagen ist mir wieder einmal aufgefallen, wie schmal der Grat ist, auf dem ein Erzähler balanciert, wenn seine Figuren andere der Lächerlichkeit preisgeben. Im zweiten Kapitel macht sich Anne, eine Protagonistin, über die Befürworter musikalischer Frühförderung lustig: »Die Musimaus-Kurse waren bei den Eltern von Hamburg-Ottensen fast noch begehrter als ein Schrebergarten mit Stromanschluss.« Wir lernen die junge Frau gerade erst kennen, erfahren, dass sie ihr Musikstudium abgebrochen hat und froh ist, als Flötistin mit den Kindern arbeiten zu können, und dass vor allem die Mütter dieses Stadtteils offenbar eine schwierige Klientel sind. Auch wenn man sich, je nach eigenem Status und Naturell, als Leser möglicherweise köstlich amüsiert über Annes bissige Gedanken, läuft sie als Figur doch Gefahr, sich die Zuneigung der Leser zu verscherzen. Es scheint so, als wolle sie sich durch Diffamierung der Helikopter-Eltern aus Hamburg-Ottensen selbst in ein besseres Licht stellen. Ein paar Seiten später wird jedoch klar, dass Anne selbst zu der von ihr so scharfzüngig attackierten Gruppe gehört. Und wenn in späteren Kapiteln die Perspektiven wechseln, zeigt sich, dass Anne ihr Kind genauso überfürsorglich umhegt wie die von ihr Kritisierten. Damit ist die Bodenhaftung wiederhergestellt. Der Leser bemerkt den blinden Fleck in der Wahrnehmung, eine häufig anzutreffende Eigenschaft, durch die Anne menschlich und sympathisch wirkt.

Weitere Beispiele, wie Sie als Autor oder Autorin mit den Vorurteilen und Wertungen der Figuren dazu beitragen, ob der Leser sie mag oder nicht, finden Sie in dem Schreibratgeber: »Helden, Helfer und Halunken. Perfekte Figuren für Ihren Roman«.

Basisseminar Erzählen: Figuren

Wie hilfreich sind Schreibratgeber für Sie? Bei mir füllen sie inzwischen mehrere Regalbretter und ich habe wahnsinnig viel daraus gelernt. Doch der Schritt von der Theorie zur Praxis fällt mir oft nicht leicht. Habe ich diese oder jene Methode, die mir bei der Lektüre sehr einleuchtend erscheint, tatsächlich korrekt umgesetzt? Manchmal beginne ich zu zweifeln und das Ergebnis überzeugt mich nicht. Das ist dann der Moment, in dem der Austausch in einer Gruppe oder ein Blick von außen hilfreich sind.

ahr-stadttor-mod-2Wenn Sie selbst gerade dabei sind, Ihr Personal für eine Geschichte zu entwickeln, nach Anregungen und Handwerkszeug suchen und sich über Ihre Ideen und Entwürfe gern austauschen möchten, ist dieses Wochenendseminar an der Ahr für Sie genau richtig.

Ahrweiler-2011-3Von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag dreht sich alles um Ihre literarischen Figuren. Sie erfahren, welche Aspekte Sie bei der Entwicklung von Charakteren beachten sollten, lernen Ihre Helden und Heldinnen genau kennen und lassen sie schließlich in konkreten Aktionen handeln, reden und denken. In kleinen Schreibübungen können Sie das Gelernte direkt umsetzen und – wenn Sie mögen – anschließend zur Diskussion stellen. Bei den Mahlzeiten und abends beim Wein können Sie sich weiter austauschen über alle Fragen zum Schreiben, die Sie beschäftigen.

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Leseprobe: Der Seite-99-Test für „Helden, Helfer und Halunken“

Helden-Cover-AusschnittWie wählen Sie Ihre Lektüre aus? Ich blättere am liebsten ein wenig im Buch herum und lese hier und da einen Abschnitt. Doch das funktioniert natürlich nur mit Titeln, die in der Buchhandlung vorrätig sind. Und das ist immer seltener der Fall. Man sollte auch nicht unbedingt nur den Anfang ansehen (da haben Autor und Lektor sich noch verdammt viel Mühe gegeben), sondern einfach mittendrin eine Seite aufschlagen und prüfen, ob einen das Buch dann immer noch interessiert. Deshalb hier der Seite-99-Test für Helden, Helfer und Halunken. Perfekte Figuren für Ihren Roman. Es freut mich, wenn der Ausschnitt Sie überzeugt. Er stammt übrigens vom Ende des zweiten Kapitels und beschäftigt sich mit der wirklich wichtigen Frage, wie Ihre Figuren zu spannenden Zielen kommen können.

… sammelt Wörter und Sätze, verschlingt jede greifbare Lektüre und erträgt dafür das Unverständnis der Eltern, die Schläge des Vaters, Zurücksetzung und Spott, später Ausgrenzung in der Ausbildung, bis sie sich am Ende tatsächlich durchsetzt. Die extreme Zielstrebigkeit der Heldin zieht sich als roter Faden durch den Text und verleiht ihm eine zwingende Struktur. Doch es gibt auch eine Kehrseite. Das Erleben des Kindes und der Jugendlichen Hilla erscheint wirklichkeitsfern, die Hauptfigur wird verklärt und idealisiert und bleibt dadurch in Distanz zum Leser. Ihre Geschichte nimmt Züge eines Märchens oder einer Heiligenlegende an.

Es gibt unzählige Möglichkeiten für Ziele, sowohl äußere wie innere: endlich selbstbewusst werden, eine Million Euro besitzen, Karriere machen, eine Beziehung beenden, einen Widersacher ausschalten, der Frau von gegenüber seine Liebe gestehen, einen Schatz finden, die Welt retten, der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen usw. Für jedes Ziel lassen sich wiederum zahllose Möglichkeiten und Varianten der konkreten Umsetzung, des Gelingens oder Scheiterns denken.

Es ist eine Frage des Charakters, ob der Protagonist zu den aktiven oder passiven Typen zählt. Aktive Figuren setzen sich ihre Ziele selbst. Sie wollen vielleicht den Nordpol erreichen, ein Medikament entwickeln, eine Frau erobern oder berühmt werden. Sehr gut gefallen hat mir das Ziel des vierzehnjährigen Gieles aus Anne-Gine Goemans Roman »Gleitflug«. Gieles ist ein zurückhaltender, nachdenklicher Junge, hilfsbereit und harmoniebedürftig, immer darauf bedacht, weder aufzufallen noch anzuecken. Seine Bewunderung gilt Menschen, die etwas Besonderes leisten. Sein größtes Idol ist der Pilot Chesley Sullenberger, der 2009 einen mit einem Vogelschwarm havarierten Airbus sicher auf dem Wasser des Hudson Rivers aufsetzte und damit wohl zahlreiche Menschenleben rettete. Sullenbergers Äußerung »I was sure I could do it« wird zu Gieles’ Leitspruch. Auch er möchte einmal im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses stehen, möchte wahrgenommen und bewundert werden – kurz: Er möchte ein Held sein! Sein …

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Buch für Rezension: 10 Freiexemplare des Schreibratgebers „Helden, Helfer und Halunken“

Helden-Helfer-Halunken-CoverMein neuer Ratgeber „Helden Helfer und Halunken“ möchte Sie bei der Gestaltung von perfekten Figuren für Ihre Romane und Erzählungen unterstützen. Die sieben Hauptkapitel beschäftigen sich mit folgenden Themen: Aspekte der Figurenentwicklung; Methoden zum vertieften Erkunden von Figuren; Erzählperspektiven und ihre Wirkung; Möglichkeiten der Vorstellung von Figuren in der Geschichte; Sprechen und Denken von Figuren.

Am Ende der Einzelkapitel und am Schluss des Buches wird das „Wichtigste in Kürze“ zusammengefasst. Die allgemeinen und theoretischen Überlegungen werden durch zahlreiche Beispiele aus der Literaturgeschichte und aus der Werkstatt von Autoren und Autorinnen illustriert. Außerdem gibt es Praxistipps und Schreibimpulse sowie ergänzende Hinweise auf Literatur und Webseiten.

Sie können den Schreibratgeber überall im Buchhandel bestellen. Ein Blick ins Buch ist zum Beispiel bei Amazon möglich. Über Besprechungen freue ich mich sehr. Unter dem Motto Buch für Rezension verlose ich zehn Freiexemplare verbunden mit der Bitte, den Titel bei Amazon (und gern auch an anderen Stellen) zu bewerten. Wenn Sie interessiert sind, melden Sie sich bitte bis 19. Oktober 1014 per E-Mail oder Kommentar hier im Blog.

Wer das Buch in seinem (inhaltlich passenden) Blog oder als Journalist(in) in einem anderen Medium vorstellen möchte, melde sich bitte ebenfalls bei mir.

Literaturliste zu „Helden, Helfer und Halunken“

Helden-Helfer-Halunken-Cover

Der Schreibratgeber enthält ein ausführliches Verzeichnis der verwendeten Literatur. Hier können Sie eine thematisch geordnete Literaturliste herunterladen, von der aus Sie auch direkt zu den zahlreichen Websites springen können, die im Buch erwähnt werden.

Literaturliste-Helden, Helfer und Halunken

Weitere Informationen zum Buch hier

 

Buchtipp: „So lektorieren Sie Ihre Texte“ von Sylvia Englert

Englert-72Sylvia Englert schätze ich als sehr kompetente Verfasserin des ausgesprochen hilfreichen „Autoren-Handbuchs“. Dem neuen Titel habe ich mich mit großer Skepsis genähert. Ist es wirklich möglich, seine Manuskripte selbst zu lektorieren? Sowohl als Autorin wie auch als Lektorin habe ich erfahren: Das funktioniert nur sehr begrenzt. Die Haupthindernisse sind Betriebsblindheit und Bequemlichkeit. Einem Autor fehlt die Distanz zum eigenen Text. Er sieht nicht, was er besser machen könnte, sonst hätte er es ja gemacht. Hier kann nur ein kritischer Blick von außen helfen, von kompetenten Testlesern oder professionellen Lektoren. Ich erinnere mich noch gut, wie begeistert ich war und wie viel ich gelernt habe, als eine meiner Erzählungen von einer klugen, einfühlsamen Lektorin bearbeitet wurde. Alle Änderungsvorschläge habe ich gern übernommen, der Text gewann dadurch sehr. Ich selbst hätte die kleinen und großen Macken auch beim tausendsten Durchlesen nicht bemerkt. Der Vorwurf der Bequemlichkeit wirkt vielleicht etwas hart. Keine Frage, es ist eine Riesenleistung, einen Roman von mehreren Hundert Seiten zu entwickeln und zu schreiben. Man arbeitet Monate und Jahre daran, liest ihn anschließend mehrfach durch und nimmt mehr oder weniger umfangreiche Korrekturen vor. Aber irgendwann ist der Punkt erreicht, da hat man das Gefühl: Jetzt ist das Werk fertig. Man mag es nicht mehr sehen. Wenn danach noch Testleser oder Lektoren Durchhänger in der Spannung oder klischeehafte Figuren entdecken, sucht man gern nach Ausreden, um nichts mehr ändern zu müssen.

Doch genau das fordert Englert. Jedenfalls im ersten der insgesamt drei Überarbeitungsschritte. Da geht es nicht um ein paar Komma- oder Logikfehler, sondern beispielsweise darum, die Hauptfiguren auf Herz und Nieren zu prüfen, und wenn sie sich nicht entwickeln, zu gut, zu böse oder zu blass sind und keine Nähe zulassen, gründlich nachzubessern. Ähnliches gilt für die Gesamtstruktur: Ist der rote Faden sichtbar? Trägt der Spannungsbogen? Wecken die ersten Seiten Neugier? Ist das Ende deutlich? Stimmt die Reihenfolge der Szenen? Ansonsten muss gestrichen, umgestellt, neu entwickelt und anders geschrieben werden. Das kann im Extremfall bedeuten, alles, was so mühsam zusammengefügt wurde, wieder auseinanderzureißen und noch einmal zu beginnen. Und das macht viel, sehr viel Arbeit. Deshalb ist es sinnvoll, sich mit den wesentlichen Grundprinzipien des literarischen Schreibens, die Englert sehr verständlich und plausibel erklärt, vertraut zu machen, bevor Sie mit Ihrem Roman oder Ihrer Erzählung beginnen. Dann wird der Überarbeitungsbedarf später deutlich geringer sein.

Im zweiten Schritt („Erster Schliff“) sollen zunächst Fakten und Logik sowie Ton und Tempo kontrolliert werden. Während Defizite in diesen Punkten ohne Feedback von außen ebenfalls nur sehr schwer vom Autor erkannt werden können, lassen sich im Hinblick auf Sprache und Stil tatsächlich viele Mängel selbst auffinden und beheben – wenn man selbstkritisch und sorgfältig ist und den Grundsatz „Kill your darlings“ beherzigt. Denn aus unerklärlichen Gründen halten Autoren (ich schließe mich da nicht aus) gern besonders zäh an den plattesten Adjektivgirlanden, den schiefsten Metaphern und den umständlichsten Formulierungen fest. Spätestens hier sollte Schritt drei ins Spiel kommen: „Überarbeiten nach Feedback“. Englert gibt gute Ratschläge, wie man Testleser findet und anleitet, und wo man sonst noch Hilfe erhalten kann.

Sehr nützlich sind generell die konkreten Fragen in jedem Kapitel und auch die Checklisten am Ende jedes Schritts. Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle, die sich nicht scheuen, ein „eigentlich“ fertiges Manuskript nochmals ganz distanziert, kritisch und mitleidlos zu überprüfen und die erkannten Mängel tatsächlich zu beseitigen.

Sylvia Englert: So lektorieren Sie Ihre Texte. Verbessern durch Überarbeiten. Berlin: Autorenhaus 2013, 153 S., 12,95 Euro