Archiv der Kategorie: Schreibratgeber

Die Zeit als Strukturelement des Erzählens

Zeit-Uhren

Wer einen Roman plant, macht sich in erster Linie Gedanken über den Inhalt und die Entwicklung einer fesselnden Handlung. Schon dabei kommt der Faktor Zeit ins Spiel. Wann soll der Roman beginnen? Wer zu früh einsetzt und zunächst lang und breit den Alltag des Protagonisten schildert, bis endlich das »Primärereignis« (Elizabeth George) den Status quo ändert und zum Konflikt führt, langweilt seine Leser. Weiterlesen

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Tipps für Kurzgeschichten

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»Plötzlich wachte sie auf. Es war halb drei. Sie überlegte, warum sie aufgewacht war.« Erinnern Sie sich an diesen Anfang? Er gehört zu der Kurzgeschichte Das Brot (1946) von Wolfgang Borchert, die jahrzehntelang in Schullesebüchern ihren festen Platz hatte. Ein perfekter Auftakt: drei Sätze, in denen kein Wort zu viel ist und in denen trotzdem Spannung aufgebaut wird. Weiterlesen

Der Buchmarkt für Kinder- und Jugendliche

Kinder-und-JugendliteraturDavon träumen alle, die Bücher für Erwachsene veröffentlichen möchten: von einem Verzeichnis, in dem sich die Verlage mit ihren Programmen vorstellen, in dem Ansprechpartner und Adressen genannt, Tipps und Tricks für Autoren und Illustratoren zu finden sind. Wer Kinderbücher schreibt, kann ein solches Hilfsmittel nutzen. Kinder- und Jugendbuchverlage von A bis Z erschien viele Jahre lang als Broschüre, seit 2016 liegt das Verzeichnis nur noch als Online-Plattform vor (www.kinder-jugendbuch-verlage.de). Dadurch bleibt es zwar leichter auf dem jeweils neusten Stand, ist aber umständlicher zu handhaben. Herausgegeben wird es von der Arbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendbuch­verlage. Weiterlesen

Fluch und Segen: die Rückblende

RueckblendeDas Image der Rückblende ist zwiespältig. Mein Eindruck: Autoren lieben sie, Lektoren ist sie ein Dorn im Auge, vor allem, wenn zeitlich zurückgesprungen wird, ehe die Geschichte überhaupt richtig begonnen hat. Anna ging durch den Park. Sie erinnerte sich an ihre Schulzeit. Immer war sie Außenseiterin gewesen, nie hatte sie eine Freundin gehabt. Schon davor, im Kindergarten, hatte niemand sie gemocht … Einen solchen Einstieg sehe ich als Lektorin tatsächlich kritisch. Weiterlesen

ABC der Erinnerungen: Lebensgeschichten schreiben

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Die Geschichte des eigenen Lebens aufzuschreiben: Diesen Wunsch haben viele Menschen. Sehr oft habe ich erlebt, wie das Projekt mit Begeisterung geplant und begonnen wurde – und nach einiger Zeit wieder ins Stocken geriet. Das ist verständlich, denn je intensiver man sich mit seinen Erinnerungen beschäftigt, desto mehr türmen sie sich in der Vorstellung vor einem auf, bis der Berg so Furcht einflößend hoch ist, dass man die Hoffnung verliert, ihn jemals bewältigen zu können. Das ist der Moment, wo die Bruchstücke der Autobiografie in den Tiefen des Computers oder der berühmten Schreibtischschublade verschwinden. Weiterlesen

Aus dem Lektorat. Neue Bücher mit Schreibtipps

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Erzählen im Präsens oder Präteritum? Was lässt sich aus Bestsellern lernen? Wie gelingen spannende Dialoge? Sind Füllwörter wirklich überflüssig? Braucht man einen Literaturagenten? Hilft Facebook beim Buchverkauf? Welche Fachbücher zum Schreiben und Veröffentlichen sind empfehlenswert? Weiterlesen

Schreiben auf Reisen – zwei Ratgeber und ein Seminar

Schreiben-auf-Reisen

Sommerzeit ist Reisezeit. Und wer gern schreibt, hält seine Erlebnisse nicht nur im Bild, sondern auch im Text fest. Die folgenden beiden Bücher halten eine Menge Tipps und Anregungen bereit. Weiterlesen