Archiv der Kategorie: Buchgestaltung

Gänsefüßchen & Co.

Im Duden heißt es kurz und knapp: »Anführungszeichen stehen vor und hinter wörtlich wiedergegebenen Äußerungen und Gedanken.« So weit, so einfach. Der Teufel steckt wie immer im Detail. Lassen die zahlreichen Anführungsstriche bei schneller Wechselrede den Text nicht verwirrend und plump erscheinen? Stehen die Gänsefüßchen vor oder hinter den Satzzeichen? Warum erzeugt mein Textverarbeitungsprogramm nur „nach oben gerichtete“ Striche? Wann benutzt man ‚einfache‘ Anführungszeichen? Und wo verstecken sich eigentlich die kleinen »spitzen doppelten« oder ›einfachen‹ Zeichen, die viel hübscher sind als die >plumpen< Dinger, die mein Computer produziert? Weiterlesen

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Mini-Bilderbücher schreiben und gestalten

Mini-Bilderbücher waren das Thema eines Samstagsseminars im Rahmen von „Köln spezial„. Die Idee dazu verdanke ich der Künstlerin Petra Paffenholz. Mit einer einfachen Falttechnik lässt sich ein Blatt Papier in ein Minibuch für Kinder oder Erwachsene verwandeln. Wenn Sie es nachmachen möchten: Hier wird es erklärt.

Ein Minibuch besteht also aus acht Seiten (Erweiterungen sind möglich), nimmt man DIN-A3-Blätter, haben die Seiten Oktavheft-Format. Gerade diese Begrenzung macht es spannend, den Inhalt entsprechend auszuwählen und zu reduzieren. Weiterlesen

Acht Grundschritte der Buchblockgestaltung

 

 

  1. Orientieren Sie sich an einem Musterbuch. Mehr dazu …
  2. Entscheiden Sie sich für ein handliches Buchformat. Mehr dazu …
  3. Entwerfen Sie einen ausgewogenen Satzspiegel. Mehr dazu …
  4. Nehmen Sie eine gut lesbare Schrift. Mehr dazu …
  5. Wählen Sie einen harmonisch wirkenden Zeilenabstand. Mehr dazu …
  6. Nutzen Sie Blocksatz und Silbentrennung zusammen. Mehr dazu …
  7. Formatieren Sie die Seitenzahlen unaufdringlich. Mehr dazu …
  8. Lassen Sie nicht benötigte Seitenzahlen verschwinden. Mehr dazu …

Und außerdem: Prüfen Sie zwischendurch das Seitenlayout.

Kontrollieren Sie, ob das gewählte Layout wirklich einen gut lesbaren Text erzeugt. Dazu drucken Sie einige Seiten (am besten eine Doppelseite) zur Probe aus. Das geht am heimischen Drucker nur auf DIN-A4-Papier. Wenn Sie mit WORD arbeiten, leider auch nur ohne Anzeige der Schnittmarken. Umso wichtiger ist es, die Musterseiten anschließend genau auf das spätere Buchformat zurechtzuschneiden oder -knicken. Sie werden bemerken: Die Schrift wirkt auf einem DIN-A4-Blatt viel kleiner als auf einer Taschenbuchseite. Legen Sie die Seiten in ein gleich großes Buch, dann ist die Wirkung am realistischsten. Wenn Sie unsicher sind, experimentieren Sie mit verschiedenen Zeichengrößen, Schrifttypen, Zeilenabständen und Seitenrändern und fragen Sie andere Personen nach ihrer Einschätzung, bevor Sie sich endgültig entscheiden.

Cover-Buchgestaltung

 

Diese Tipps stammen aus der Kurzanleitung Buchgestaltung mit Word. Schritt für Schritt zum Print on Demand (Norderstedt: BoD 2015, 48 S., 4,99 €; E-Book 2,99 €). Der Titel ist überall im Buchhandel bestellbar.

 

Buchgestaltung für Selfpublisher – Tipp 8: Lassen Sie nicht benötigte Seitenzahlen verschwinden

Die Seitenzahl ist zwar wichtig für die Navigation innerhalb des Textes, aber immer auch ein Störfaktor im Satzspiegel. Das fällt besonders bei ganzseitigen Abbildungen auf. Deshalb wird in Bilderbüchern oft darauf verzichtet. Auch Seiten, nach denen nicht gesucht wird, also etwa die Titelei am Anfang eines Buches sowie Leerseiten zwischendurch und am Ende werden nicht paginiert. Das heißt aber nur, dass auf diesen Seiten die Seitenzahl nicht erscheint, mitgezählt werden sie!

Es ist schon so mancher bei dem Versuch verzweifelt, Seitenzahlen in Word zum Verschwinden zu bringen. Denn vorgesehen ist dort nur die Option, sie auf der ersten Seite zu unterdrücken. Inzwischen kenne ich zwei Möglichkeiten, eine etwas unelegante, aber recht einfache, und eine raffinierte, etwas kompliziertere. Ich stelle Ihnen beide vor, so können Sie selbst entscheiden oder je nach Fall auch beide verwenden.

Variante 1: Seitenzahlen abdecken

Das einfachste Verfahren besteht darin, alle Seiten durchgängig zu paginieren und die überflüssigen mit einem kleinen weißen Rechteck ohne Rand abzudecken. Dazu gehen Sie wie folgt vor:
EINFÜGEN > Illustrationen > Formen. Nehmen Sie die Rechteckform und ziehen Sie das angezeigte Kreuz ein Stück weit auf. Sie können die Größe später nach Belieben ändern. Wenn Sie anschließend auf das Rechteck klicken, erscheint in der Menüleiste der Reiter: ZEICHENTOOLS. Dort wählen Sie unter Fülleffekt > weiss und unter Formkontur > kein Rahmen. Das Kästchen schieben Sie über die Seitenzahl. Bitte denken Sie daran, dass bei Änderungen des Layouts das Kästchen verrutschen und die Zahl wieder sichtbar werden kann. Prüfen Sie ganz am Ende Ihrer Gestaltungsarbeit, ob alles korrekt ist.

Variante 2: Die Option Abschnittsumbrüche nutzen

Dieses Verfahren ist dann leicht anzuwenden, wenn nur die ersten und evtl. noch die letzten Seiten unpaginiert bleiben sollen. Es funktioniert so, dass Sie verschiedene Textabschnitte definieren, denen Sie unterschiedliche Fußzeilenoptionen (mit bzw. ohne Seitenzahl) zuweisen.

Dazu fügen Sie jeweils an der letzten Seite eines zusammenhängenden Abschnitts einen Abschnittsumbruch ein, zum Beispiel am Ende der Titelei (z. B. Seite vier oder sechs):
SEITENLAYOUT > Umbrüche > Nächste Seite

Wenn Sie jetzt wieder auf die Fußzeile navigieren, entweder mit der oben genannten Befehlsfolge oder einem Doppelklick mit der linken Maustaste im Fußnotenbereich, wird angezeigt, dass es Abschnitt eins und zwei gibt. Voreingestellt ist allerdings die Option »Wie vorige«, die Fußzeilen beider Abschnitte sind also identisch. Um diese Funktion zu deaktivieren, gehen Sie so vor:
EINFÜGEN > Fußzeile > Fußzeile bearbeiten > Navigation > mit voriger verknüpfen [ausschalten]

Nun können Sie für jeden Bereich gesondert festlegen, ob er mit oder ohne Seitenzahlen erscheinen soll.

Dieser Tipp stammt aus der Kurzanleitung Buchgestaltung mit Word. Schritt für Schritt zum Print on Demand (Norderstedt: BoD 2015, 48 S., 4,99 €; E-Book 2,99 €). Der Titel ist überall im Buchhandel bestellbar.

Tipp 7: Formatieren Sie die Seitenzahlen unaufdringlich

 

Buchgestaltung für Selfpublisher – Tipp 7: Formatieren Sie die Seitenzahlen unaufdringlich

Selbstverständlich für jedes Buch ist die Paginierung, sodass man Textstellen wiederfinden und Zitate eindeutig belegen kann. Vor allem, wenn es ein Inhaltsverzeichnis gibt wie bei einer Sammlung von Erzählungen oder Gedichten, sind Seitenzahlen zur Orientierung und Suche nach einzelnen Texten wichtig. Allerdings haben sie immer nur eine Hilfsfunktion und sollten daher nicht besonders betont oder herausgestellt werden. Wählen Sie die Schriftgröße genauso groß oder einen Punkt kleiner als die Grundschrift. Es kann dieselbe Schriftart wie für den Text genommen werden oder eine andere, aber möglichst dezente. Wo ist die richtige Position für die Seitenzahl? In der Kopfzeile stört sie den Lesefluss, deshalb empfiehlt es sich, sie unten außen oder mittig anzubringen, etwa ein bis eineinhalb Zentimeter unterhalb des Textes. Wenn Sie mit MS-Word arbeiten, sind zwei Schritte nötig, einmal auf einer geraden, einmal auf einer ungeraden Seite auszuführen:

EINFÜGEN > Fußzeile > Fußzeile bearbeiten > [dann erscheint die Registerkarte Kopf- und Fußzeilentools] > Optionen > unterscheide gerade/ungerade.
Weiter unter dem Punkt: Kopf- und Fußzeile > Seitenzahl > Seitenende > Seitenzahl [entweder mittig oder ungerade rechtsbündig und gerade linksbündig]. Anschließend können Sie die grau hinterlegte Zahl markieren, sich mit einem Klick auf die rechte Maustaste Formatierungsmöglichkeiten anzeigen lassen und eventuell die Schriftgröße verkleinern oder einen anderen Schrifttyp wählen. Die folgenden Seitenzahlen werden jeweils automatisch eingefügt.

Dieser Tipp stammt aus der Kurzanleitung Buchgestaltung mit Word. Schritt für Schritt zum Print on Demand (Norderstedt: BoD 2015, 48 S., 4,99 €; E-Book 2,99 €). Der Titel ist überall im Buchhandel bestellbar.

Tipp 6: Nutzen Sie Blocksatz und Silbentrennung zusammen

Tipp 8: Lassen Sie nicht benötigte Seitenzahlen verschwinden

Buchgestaltung für Selfpublisher – Tipp 6: Nutzen Sie Blocksatz und Silbentrennung zusammen

Erzählungen und Romane werden ganz überwiegend im Blocksatz ausgerichtet. So entsteht ein gleichmäßiger, ruhiger Satzspiegel. Entscheidend dafür ist aber eine ausreichende Silbentrennung. Während professionelle Satzprogramme mit Algorithmen das Erscheinungsbild des gesamten Absatzes berücksichtigen, bietet Word hier nur sehr beschränkte Möglichkeiten. Bleibt die Silbentrennung ausgeschaltet, entstehen oft große Lücken zwischen den Wörtern, die das Satzbild und den Lesefluss empfindlich stören. Zu viele Trennungen, vor allem, wenn auf einer Zeile nur zwei Buchstaben stehen, sehen aber ebenfalls nicht gut aus. Die Balance zu finden, ist in diesem Fall besonders schwierig. Mehr als drei Trennzeichen hintereinander sollten nicht benutzt werden. Geben Sie bei der Option »Aufeinanderfolgende Trennstriche« die Zahl drei ein. Experimentieren können Sie mit der »Silbentrennzone«: Ist deren Wert gering (= 0,01), ergeben sich mehr Trennungen und weniger Zwischenräume; ist er hoch, wird seltener getrennt. Ein Mittelwert liegt bei 0,75 cm.

Bei kürzeren Texten ist der Aufwand vertretbar, die Option »manuell« zu wählen. Doch auch, wer sich für die automatische Silbentrennung entscheidet, sollte das Ergebnis hinterher prüfen, am besten an einem Papierausdruck. Dabei ist darauf zu achten, dass Trennungen von ein oder zwei Buchstaben unterbleiben, indem ein bedingter Trennstrich (STRG + -) an anderer Stelle des Wortes eingefügt oder auf eine Trennung ganz verzichtet wird. Bitte benutzen Sie für die Worttrennung niemals einen normalen Bindestrich, weil bei jeder Änderung die Gefahr besteht, dass er im Text sichtbar wird.

Absatzformatierungen wirken sich immer nur auf die markierten Absätze aus. Deshalb sollten Sie zunächst den gesamten Text markieren: START > Bearbeiten > Markieren > Alles markieren [oder STR + a], dann:
START > Absatz >Einzüge und Abstände > Allgemein > Ausrichtung > Blocksatz und
SEITENLAYOUT > Seite einrichten > Silbentrennung > Silbentrennungsoptionen > Automatische Silbentrennung; Aufeinanderfolgende Trennstriche = 3; Silbentrennungszone = 0,75 cm [oder anderen Wert eingeben]

Dieser Tipp stammt aus der Kurzanleitung Buchgestaltung mit Word. Schritt für Schritt zum Print on Demand (Norderstedt: BoD 2015, 48 S., 4,99 €; E-Book 2,99 €). Der Titel ist überall im Buchhandel bestellbar.

Tipp 5: Wählen Sie einen harmonisch wirkenden Zeilenabstand

 Tipp 7: Formatieren Sie die Seitenzahlen unaufdringlich

Buchgestaltung für Selfpublisher – Tipp 5: Wählen Sie einen harmonisch wirkenden Zeilenabstand

Buchtipp5Zur Lesefreundlichkeit trägt ein ausreichender Zeilenabstand erheblich bei. Beim voreingestellten einfachen Abstand stehen die Zeilen sehr dicht untereinander und erzeugen leicht den Eindruck, als ob sie ineinanderfließen. Ein zu großer Abstand reißt dagegen die Einheit des Textes auseinander und erschwert die Lektüre, weil das Auge von einer Zeile zur nächsten springen muss. Gewünscht ist ein weicher, fließender Wechsel in der Wahrnehmung der Zeilen, den Sie erreichen, wenn Sie einen Zeilenabstand von 110 – 120 % der Schriftgröße wählen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die sogenannte Registerhaltigkeit, die mit Word wesentlich schwerer umzusetzen ist als mit einem professionellen Satzprogramm. Damit ein klares Schriftbild entsteht, müssen die Zeilen bei jedem Blatt auf der Vor- und der Rückseite deckungsgleich sein. Ist das nicht der Fall, schimmert die Schrift durch und erzeugt einen Grauschleier. Sie sollten deshalb nur einen einzigen, festen Zeilenabstand für den gesamten Text nutzen. Bei automatischem oder x-fachem Abstand verrutscht der Text immer dann, wenn z. B. bei einer Überschrift mit einer anderen Schriftgröße gearbeitet wird.

START> Absatz > Einzüge und Abstände > Abstand > Zeilenabstand > genau [12 Pt. oder 13 Pt.]. Achten Sie darauf, dass bei »Vor« und »Nach« jeweils 0 eingetragen ist.

Dieser Tipp stammt aus der Kurzanleitung Buchgestaltung mit Word. Schritt für Schritt zum Print on Demand (Norderstedt: BoD 2015, 48 S., 4,99 €; E-Book 2,99 €). Der Titel ist überall im Buchhandel bestellbar.

Tipp 4: Nehmen Sie eine gut lesbare Schrift

Tipp 6: Nutzen Sie Blocksatz und Silbentrennung zusammen