Archiv der Kategorie: Aus dem Lektorat

Tipps für Kurzgeschichten

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»Plötzlich wachte sie auf. Es war halb drei. Sie überlegte, warum sie aufgewacht war.« Erinnern Sie sich an diesen Anfang? Er gehört zu der Kurzgeschichte Das Brot (1946) von Wolfgang Borchert, die jahrzehntelang in Schullesebüchern ihren festen Platz hatte. Ein perfekter Auftakt: drei Sätze, in denen kein Wort zu viel ist und in denen trotzdem Spannung aufgebaut wird. Weiterlesen

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Brauche ich eine Literaturagentur?

Braucht man eine Literaturagentur?

Eine Literaturagentur zu haben, das war in Deutschland lange unüblich – im Unterschied etwa zum angloamerikanischen Raum. Allmählich setzt sich der Trend auch bei uns durch. Die großen Publikumsverlage vertrauen inzwischen eher auf die Vorauswahl der Agenten, als in den Fluten unverlangt eingesandter Manuskripte selbst nach Perlen zu fischen. Für Autorinnen und Autoren scheint die Einschaltung eines Vermittlers ebenfalls nur Vorteile zu bieten, nimmt er ihnen doch lästige Pflichten ab. Weiterlesen

So wird Ihre Lesung perfekt

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Mit Lesungen werben Sie für sich und Ihre Werke und haben – von Ausnahmen abgesehen – zusätzliche Einnahmen. Deshalb sollten Sie sich bietende Gelegenheiten nutzen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Unverzichtbar ist allerdings eine intensive Vorbereitung. Die erste Frage: Was sollten Sie lesen? Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Weiterlesen

Groß oder klein? Anredepronomen richtig schreiben

Anrede

»Bitte reichen Sie (oder sie?) mir das Brot«, sagte der Baron zu seiner Tischdame. »Kannst du (oder Du?) mir mal die Butter geben?«, sagte Karl zu Eva. – Dass die Orthografie ein weites und schwieriges Feld ist, wissen Sie aus eigener Erfahrung. Zusätzlich erschwert wird das Bemühen um korrekte Schreibweisen durch die verschiedenen Reformen der Reform und die absichtlichen oder unabsichtlichen Fehler im öffentlichen Sprachgebrauch. Selbst auf amtlichen Straßenschildern sind falsche Strassen auf dem Vormarsch. Zu den verbreiteten Problemfällen in Erzähltexten gehört die Schreibung der Anredepronomen, insbesondere in Dialogen. Weiterlesen

Auf zur Buchmesse?

Buchmesse

Auf nach Frankfurt zur Buchmesse! Endlich Lektoren persönlich kennenlernen. Sie fragen, warum man noch immer keine Antwort aufs eingesandte Manuskript erhalten hat, oder das Manuskript direkt am Stand überreichen. Das spart Porto und man kann sogleich im Gespräch über die Absichten und Qualitäten seines Werkes Auskunft geben. Stopp! Weiterlesen

Vor- und Nachteile von Anthologien

Anthologie

»Anthologie, Sammlung von einzelnen, ursprünglich nicht zusammengehörigen Texten, […] vorzugsweise […] Gedichte oder andere kürzere Texte«, schreibt Volker Meid im Sachwörterbuch zur deutschen Literatur (1999) und erklärt weiter, dass der griechische Begriff »anthologia« ebenso wie der lateinische Name »florilegium« im Deutschen »Blütenlese« bedeutet. Solche Blütenlesen haben eine besondere Bedeutung für Autoren am Beginn ihrer Laufbahn. Denn sie bieten neben den Literaturzeitschriften eine weitere Möglichkeit zur Publikation, wenn die eigenen Texte noch keine Bücher füllen. Weiterlesen

Der Buchmarkt für Kinder- und Jugendliche

Kinder-und-JugendliteraturDavon träumen alle, die Bücher für Erwachsene veröffentlichen möchten: von einem Verzeichnis, in dem sich die Verlage mit ihren Programmen vorstellen, in dem Ansprechpartner und Adressen genannt, Tipps und Tricks für Autoren und Illustratoren zu finden sind. Wer Kinderbücher schreibt, kann ein solches Hilfsmittel nutzen. Kinder- und Jugendbuchverlage von A bis Z erschien viele Jahre lang als Broschüre, seit 2016 liegt das Verzeichnis nur noch als Online-Plattform vor (www.kinder-jugendbuch-verlage.de). Dadurch bleibt es zwar leichter auf dem jeweils neusten Stand, ist aber umständlicher zu handhaben. Herausgegeben wird es von der Arbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendbuch­verlage. Weiterlesen