Archiv des Autors: Isa Schikorsky

Über Isa Schikorsky

Ob es ein Ostsee-Gen gibt? Vielleicht hat es mir mein Vater, der in Pommern geboren wurde, vererbt. Jedenfalls: Ich liebe die Ostsee, ich liebe Rügen. Und ich schreibe Krimis. Beide Leidenschaften verbinde ich miteinander. Und sonst? Die meiste Zeit des Jahres lebe ich in Köln als Dozentin für kreatives Schreiben, freie Lektorin, Schreibberaterin und Autorin. Seit 2005 biete ich außerdem Schreibreisen zu inspirierenden Orten in Deutschland an. Mehr über mich erfahren Sie auf meinen Homepages.

Adjektive: Schmuck oder Ballast?

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Schmückende Beiwörter, so hießen die Adjektive damals im Aufsatzunterricht, und damit ist ihre vornehmste Aufgabe beschrieben: Substantive aufzurüschen. Vor allem wenig erfahrene Autoren neigen manchmal dazu, ihre Texte nach dem Motto »Viel hilft viel« großzügig auszuschmücken und jedem Substantiv mindestens ein Adjektiv voranzustellen, um so vermeintlich die literarische Qualität zu steigern. Weiterlesen

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Schreibtipp: Begegnungen an geheimnisvollen Orten


Erprobt wurde diese Schreibübung von einer Gruppe im Gartenreich von Wörlitz. Dort regt allein schon ein Blick auf den Plan der Anlage die Fantasie an: Piemonteser Bauernhaus, Amaliengrotte, Floratempel – Bauwerke, deren Namen bereits Geschichten erzählen. Aber auch in jeder Stadt, jedem Dorf und überall sonst in der Natur gibt es geheimnisvolle Orte. Weiterlesen

Buchtipp: „Das Alphabet des Denkens“

CoverAlphabetdesDenkensDiesmal empfehle ich keinen Schreibratgeber, sondern ein Sachbuch darüber, „Wie Sprache unsere Gedanken und Gefühle prägt“ – so der Untertitel. Die faszinierenden und teilweise sehr verblüffenden Forschungsergebnisse, die Stefanie Schramm und Claudia Wüstenhagen präsentieren, können gleichwohl den Handwerkskoffer jeder Autorin und jedes Autors bereichern. Drei Hauptkapitel handeln davon, wie Wörter wirken, was sie über uns verraten und wie wir sie für unsere eigenen Interessen nutzen können. Für Schreibende besonders interessant sind die Ausführungen zur Wirkung von Metaphern, zu den Assoziationen und Emotionen, die sich allein durch den Klang von Wörtern und Namen erzeugen lassen, und zum Zusammenhang von Emotionen und Schimpfwörtern sowie von Funktionswörtern und Charaktereigenschaften. Weiterlesen

Lockerungsübung: automatisch schreiben

automatisches Schreiben

Wer mit dem Schreiben beginnt, leidet zuweilen unter Schreibhemmungen. Oft steckt dahinter ein Streben nach Perfektionismus, dem die Vorstellung zugrunde liegt, jede Formulierung müsse bis in alle Ewigkeit so stehen bleiben. Mit zunehmender Schreibpraxis verliert sich das Gefühl meist, man schreibt unbekümmerter, weil man weiß, dass sich alles immer wieder korrigieren lässt. Wenn es aber bei neuen oder besonders wichtigen Projekten einmal hakt, wenn man keinen Anfang findet und frustriert aufs weiße Blatt oder den blinkenden Cursor des Monitors starrt, kann es sinnvoll sein, auf eine kreative Methode zurückzugreifen, gewissermaßen als Lockerungs- und Entspannungsübung. Weiterlesen

Schreibtipp: Die Tücken des Vornamens

figuren-namenEin Vorname sagt mehr als tausend Worte: Das stellten Psychologiestudenten aus Chemnitz fest, die für ihre Diplomarbeit die Wahrnehmung von Vornamen erforscht haben. Zentral ist die Wahrnehmung des Alters. Wer einen Namen hört, schließt sogleich auf das Alter des Namensträgers. Darüber hinaus lösen Vornamen Assoziationen über Attraktivität, Intelligenz und Religiosität des Namensträgers aus. Weiterlesen

Labyrinth des Lebens

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Zu vielen alten Gärten gehört ein Labyrinth. Ein besonders anregendes findet sich in den Wörlitzer Anlagen. Es hat nicht den spielerischen Charakter eines barocken Irrgartens, sondern ist als Allegorie auf das menschliche Leben im Sinne der Aufklärung zu verstehen. Lassen Sie sich davon anregen. Wandern Sie durch das Labyrinth in Neumarks Garten. Kein Labyrinth in der Nähe? Macht nichts. Gehen Sie durch einen Park, am besten durch einen, den Sie noch nicht kennen. Weiterlesen

Die Zeit als Strukturelement des Erzählens

Zeit-Uhren

Wer einen Roman plant, macht sich in erster Linie Gedanken über den Inhalt und die Entwicklung einer fesselnden Handlung. Schon dabei kommt der Faktor Zeit ins Spiel. Wann soll der Roman beginnen? Wer zu früh einsetzt und zunächst lang und breit den Alltag des Protagonisten schildert, bis endlich das »Primärereignis« (Elizabeth George) den Status quo ändert und zum Konflikt führt, langweilt seine Leser. Weiterlesen