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20. Juli 2017: Auf Heinrich Bölls Spuren durch die Südstadt

Bild-Boell-Spazier-FaceIn der Kölner Südstadt verlebte Heinrich Böll – der vor hundert Jahren geboren wurde – den größten Teil seiner Kindheit und Jugend. Auf einem Spaziergang lernen Sie die Häuser kennen, in denen die Familie wohnte und der Vater seine Werkstatt hatte, Bölls bevorzugte Spielplätze, außerdem Brücken, Kirchen, Kneipen und weitere Orte, die im Leben des jungen Böll eine Rolle spielten und die später in fiktionalisierter Form auch Eingang in seine Romane wie etwa »Billard um halbzehn« fanden. Die Literaturwissenschaftlerin Isa Schikorsky stellt an den einzelnen Stationen Biografisches, Anekdotisches und Literarisches des Nobelpreisträgers vor.

 18.30–20 Uhr; Treffpunkt: An der Bank auf der Grünfläche neben der KVB-Haltestelle »Ubierring«, Ubierring, 50678 Köln-Südstadt

Kosten 10 Euro; Anmeldung: 0221-4856490 oder Schikorsky@Stilistico.de

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Mini-Bilderbücher schreiben und gestalten

Mini-Bilderbücher waren das Thema eines Samstagsseminars im Rahmen von „Köln spezial„. Die Idee dazu verdanke ich der Künstlerin Petra Paffenholz. Mit einer einfachen Falttechnik lässt sich ein Blatt Papier in ein Minibuch für Kinder oder Erwachsene verwandeln. Wenn Sie es nachmachen möchten: Hier wird es erklärt.

Ein Minibuch besteht also aus acht Seiten (Erweiterungen sind möglich), nimmt man DIN-A3-Blätter, haben die Seiten Oktavheft-Format. Gerade diese Begrenzung macht es spannend, den Inhalt entsprechend auszuwählen und zu reduzieren.

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So sieht das ungefaltete „Buch“ aus. Isa Schikorsky: Tipps zum Schreiben von Minigeschichte

Besonders gut geeignet sind Minibücher, um Geschichten oder Gedichte für Kinder zu gestalten, Geschenk- oder Erinnerungsbücher für Erwachsene oder auch visuelle Arbeitshilfen für eigene Schreibprojekte (z. B. Charakterisierung von Figuren, Plotentwicklung).

Minibuch-ArbeitDie Teilnehmerinnen hatten sich bereits Gedanken gemacht, Texte und Bilder mitgebracht. Ihre Bücher sollten zum Beispiel der Enkelin den Abschied von Köln leichter machen, den Sohn ins Studium begleiten, die Tochter in eine geheimnisvolle Welt entführen. Bei der Gestaltung der Texte war zu überlegen: Was soll auf eine Seite? Welche Typografie passt? Welches Papier (farbig oder weiß) soll für den Ausdruck genutzt werden? Am Nachmittag schloss sich die Illustrierung an. Eine Teilnehmerin zeichnete, einige nutzten eigene Fotos. Außerdem wurden Collagen erstellt, besondere Papiere und Bänder ausgewählt. Dazu kamen dann noch die Einbände aus festerem Papier, die ebenfalls gestaltet werden konnten.

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Fünf Teilnehmerinnen – fünf ganz verschiedene Mini-Bücher

Nachmittags um fünf hatte jede Teilnehmerin ein Büchlein fertiggestellt. Und alle hatten Lust, weitere zu kreieren.

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Sylvia Herrmann: Abenteuer in Annes Garten

„Mir hat das Seminar viel Freude gemacht. Es gab vielfältige Anregungen zur Gestaltung des Bilderbüchleins und Hilfe, so oft man sie brauchte. Es war viel Material vorhanden, aus dem man Ausschnitte gebrauchen konnte. Die Zeit hat gerade ausgereicht, um ein Büchlein fertig zu stellen. Vielen Dank für den schönen Tag und die Anregung, mit eigenen Händen etwas zu gestalten.“ (Sylvia Herrmann)

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Barbara Krupp: Sophia zieht um

„Ich fand das Seminar inspirierend und interessant. Vor allem war es toll, die unterschiedlichen Früchte unserer Arbeit zu vergleichen. Waren wir doch alle 5 mit verschiedenen Vorstellungen, Ideen und Hoffnungen auf gutes Gelingen zu Ihnen gekommen. Diese Hoffnungen haben sich erfüllt; ich finde, alle Teilnehmerinnen haben schöne Bücher gestaltet, die sicher auch bei den Beschenkten Anklang finden werden.“ (Barbara Krupp)

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Gaby van Beers: Tim

„Ich habe den kreativen Tag mit Ihnen und den anderen Teilnehmerinnen sehr genossen! Ihre Führung durch den Tag war inspirierend, es herrschte eine schöne Atmosphäre in der Gruppe, und ich habe ganz viel Lust und Vorfreude auf mein nächstes Minibuch-Projekt mitgenommen. Herzlichen Dank dafür!“ (Gaby van Beers)

Ich habe mich ebenfalls sehr gefreut, dass der Tag so harmonisch und erfolgreich verlaufen ist. Und vor allem: Ich habe selbst Spaß am Gestalten von Mini-Bilderbüchern gefunden und schon tausend Ideen.

Probieren Sie es doch auch mal aus. Es macht wirklich total viel Spaß.

Schreiben im Museum für Angewandte Kunst in Köln

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Museen sind eine unerschöpfliche Fundgrube für Geschichten, Gedichte, Beschreibungen und Reflexionen. Das gilt insbesondere für das Museum für Angewandte Kunst in Köln.

Hier findet am Donnerstag, 2. Februar 2017, von 16 bis 19 Uhr ein Schreibseminar statt. Kosten: 20 Euro (plus Eintritt 10 Euro, den an diesem Tag nur Nichtkölner zahlen müssen). Bitte melden Sie sich per E-Mail (Schikorsky@Stilistico.de) oder telefonisch an (0221 4856490) – Ich freue mich auf Sie!

Das MAKK ist mit seinen Exponaten aus 800 Jahren europäischen Kunsthandwerks und Designs eine der bedeutendsten Sammlungen in Deutschland. Gezeigt werden Schmuck, Geschirr, Gläser, Besteck, Luxus- und Zierobjekte, Möbel und Kleinplastik und vieles mehr. Dazu gehören großartige Kunstwerke wie die „Madonna mit Kind“ (1495) von Tilmann Riemenschneider, aufwendig gestaltete Intarsienmöbel als Zeugnisse großartiger Handwerkskunst und auch manch skurriler Gegenstand wie etwa Genever-Kannen in Form von Mann und Frau.

Schreibtipp  Jedes einzelne Objekt kann zahllose Geschichten erzählen. Wer mag das venezianische Flügelglas geblasen und verziert haben? Wie viel mag der Glasbläser verdient haben? Wie hat er gelebt? Wer hat das Glas gekauft? Aus welchem Anlass? Wer hat was daraus getrunken?  Wie ist es von Venedig nach Köln gekommen? Und was könnte in Zukunft noch mit ihm geschehen? Was würde das Glas selbst über seine Abenteuer und Erlebnisse erzählen? Über die Lippen, die seinen Rand berührten, die Finger in Seidenhandschuhen, die seinen Stiel umfassten, die schwieligen Hände, die es spülten und polierten. Und was alles lässt sich über seine Schönheit schreiben: Die  Zartheit der Gestalt, die Symmetrie der Verzierungen, die fein abgestimmten Blau- und Grüntöne.

Wer hat an dem Schreibtisch aus dem 15. Jahrhundert gesessen? In welchem Flur stand die Uhr von 1792 und wie mag sie geklungen haben? Welche Tafel schmückte das Prunkgeschirr aus Paris? So lässt sich unendlich weiterfragen. Es bleibt Ihrer Fantasie überlassen, die Geschichten dazu zu finden und aufzuschreiben. Viel Spaß dabei!

Weihnachtsschreibtipp: Was die Christbaumkugel erzählt

Sie haben Weihnachten oder zwischen den Jahren endlich Zeit zum Schreiben, suchen aber noch nach einer Idee?

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Dann hören Sie doch einfach mal auf das, was Ihnen eine Kugel an Ihrem Weihnachtsbaum erzählt. Oder der Nussknacker aus dem Erzgebirge. Es kann auch eine der Krippenfiguren sein oder ein einfacher Tannenzweig oder – ich bin sicher, es gibt genügend Gegenstände in Ihrem Umfeld, die liebend gern mit Ihnen plaudern. Mancher kann auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken. Die große Silberkugel schmückte möglicherweise bereits das Weihnachtszimmer der Großeltern, der Nussknacker stand vorher in einer Bude auf dem Weihnachtsmarkt, die Tanne wuchs über viele Jahre im Wald heran.

Und was mag die Christbaumkugel alles beobachtet haben von ihrem Aussichtspunkt? Wie viel Freude und vielleicht auch Kummer? Was alles hat sich in ihrer Oberfläche gespiegelt, wer hielt sie in Händen, wer brachte sie beinahe zu Fall? Und wie und wo verbringt sie die vielen Wochen, in denen sie nicht am Weihnachtsbaum ihre Glanzrolle spielt? Lauschen Sie auch auf die Geschichten, die Ihnen die Christbaumkugel über ihre Mitstreiter erzählt. Sie erfahren bestimmt ganz erstaunliche Dinge. Sicher lästert sie über die Arroganz der Christbaumspitze, berichtet von Rangeleien um die besten Plätze (gut sichtbar, aber nicht zu dicht unter tropfenden Kerzen) und von der unvermutet auftauchenden Konkurrenz aus Holz, Filz oder gar Plastik (!) und schildert ihre Angst davor, dass ein Wechsel des Farbkonzepts (»dieses Jahr schmücken wir alles in Rot«) ihrer Karriere ein ebenso plötzliches wie unrühmliches Ende bereiten könnte.

Ich wünsche Ihnen glückliche Weihnachten mit vielen schönen Geschichten!

 

 

Geschenktipp für alle, die gern schreiben

Ideal zu Weihnachten und jedem anderen Anlass: Wünschen Sie sich doch eine Schreibreise, ein Lektorat, Gutachten oder Coaching oder verschenken Sie selbst ein Stück Schreibkultur.

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Stilistico-Gutscheine gibt es bereits ab 40 €

Dafür kann der Beschenkte zum Beispiel:

  • eine Stunde lang mit einer Expertin über seine Texte, Schreibpläne und Schreibprobleme sprechen, dabei Bestätigung erfahren, weitere Arbeitsschritte erkennen und Lösungen entwickeln.
  • eine fundierte Rückmeldung zu einer Kurzgeschichte erhalten.
  • zwei kompakte Schreibseminare oder ein Schreibseminar und zwei literarische Spaziergänge in Köln besuchen.

Höhere Beträge lassen sich nutzen, um eine Schreibreise zu sponsern oder zu finanzieren oder einen umfangreichen Text zu begutachten oder zu lektorieren. Hier finden Sie das gesamte Angebot.

Verschenken Sie den Gutschein doch zusammen mit einem Schreibratgeber, einem Notizbuch oder einer Kladde und einem schönen Schreibgerät.

Das exklusive Weihnachtsangebot von Stilistico Schreibkultur

  • Eine schön gestaltete Gutschein-Karte (Format DIN lang)
  • Eine Broschüre mit dem Programm von Stilistico Schreibkultur für 2017
  • Ein Exemplar des Buches »Kreativ unterwegs« (gilt für die ersten zehn Bestellungen und Beträge ab 80 €)

So bestellen Sie einen Gutschein

Senden Sie mir eine E-Mail mit folgenden Angaben:

  • Den Wert des Gutscheins (ab 40 Euro; gültig bis Ende 2019)
  • Soll der Gutschein auf den Empfänger oder die Empfängerin persönlich ausgestellt werden? Dann nennen Sie mir bitte den Namen (sonst ist der Gutschein übertragbar).
  • Soll der Gutschein für eine bestimmte Dienstleistung verwendet werden? Dann teilen Sie mir bitte mit, ob für Schreibreise, Seminar, Coaching, Textgutachten oder Lektorat (sonst entscheidet der Empfänger, wie er ihn einsetzt).
  • Haben Sie weitere Wünsche? Dann schreiben Sie die bitte dazu.
  • Vergessen Sie Ihre Anschrift nicht.

Sie erhalten den Gutschein mit den Extras und die Rechnung auf Ihren Namen an Ihre Anschrift geschickt (gern auch im neutralen Umschlag).

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Ich bin sicher, dass Ihr Geschenk beim Empfänger große Begeisterung auslöst!

Sinnenrausch Weihnachtsmarkt – Schreibseminar

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Weihnachtsmärkte berauschen mit Lichterglanz, Mandelduft und Glockenklang. Sie laden dazu ein, mit allen Sinnen zu schreiben. Im letzten Jahr sind sehr eigenwillige Texte entstanden, die auch etwas von dem Widerspruch zwischen Hektik und Kommerz auf der einen Seite und dem Wunsch nach festlicher Stimmung und Harmonie auf der anderen Seite ausdrückten. Ich freue mich, wenn Sie diesmal dabei sind.

Lassen Sie sich inspirieren. Bummeln Sie mit offenen Ohren und Augen über den »Markt der Engel« in Köln, achten Sie auf Gerüche, Geräusche und Ihre Empfindungen. Dabei entdecken Sie ganz sicher Stoff für eine besondere Weihnachtsgeschichte.
Die können Sie anschließend im Schreibraum in der Schönsteinstraße gestalten und in gemütlicher Runde bei Punsch, Gebäck und Kerzenschein vorstellen.
Ihr Schreibzeug bringen Sie bitte mit (Heft oder Block, Stift, Laptop etc.).
Bitte melden Sie sich an: 0221-4856490 oder Schikorsky@Stilistico.de

Donnerstag. 1. Dezember 2016, 3–8 Teilnehmer
17–21 Uhr, 30 Euro (inkl. Punsch und Gebäck)
Leitung: Isa Schikorsky 

Treffpunkt: Mayersche Buchhandlung, Neumarkt 2, 50667 Köln-Zentrum.
Fortsetzung des Seminars: Schönsteinstraße 12A, 50825 Köln-Ehrenfeld

Tatort Eifel: Krimis schreiben an der Ahr

Dass der Besuch eines Schreibseminars tatsächlich etwas bewirken kann, bestätigen mir Teilnehmer und Teilnehmerinnen immer wieder. Manche stellen dabei fest, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist, andere vervollkommnen ihre Schreibtechniken oder lernen neue dazu, andere finden überhaupt erst Spaß am Schreiben und Themen, die sie begeistern. Oft erfahre ich viel später, dass ein Schreibprojekt abgeschlossen, ein Roman veröffentlicht, eine Kurzgeschichte in einem Wettbewerb ausgezeichnet oder ein Gedicht in eine Anthologie aufgenommen wurde. Das freut mich immer sehr.

Doch so zielstrebige Autorinnen wie im Oktober 2014 im Krimiseminar in Hillesheim in der Eifel sind mir nie zuvor begegnet. Vielversprechende Anfänge und Ideenskizzen hatten alle geschrieben. Doch zwei Teilnehmerinnen setzten sich anschließend zusammen und planten, innerhalb eines Jahres ihre Krimis abzuschließen. Sie unterstützten und motivierten sich gegenseitig bei der Arbeit. Mit Erfolg. Anne Poettgens  Roman Mord am Kirchberg erschien im November 2015, der von B. D. Thion: Der Tote in deinem Garten im März 2016. Anne Poettgen hat inzwischen außerdem noch eine Sammlung von Kurzkrimis (Mörder haben gute Gründe) veröffentlicht und ihr zweiter Kriminalroman kommt demnächst auf den Markt.

Wäre das ein Weg für Sie? Dann können Sie im Schreibseminar Tatort Eifel: Krimis schreiben an der Ahr vom 8. bis 10. November mit Ihrem Krimiprojekt starten. Sie lernen die Grundregeln des Genres kennen, entwickeln einen spannenden Fall, erfinden einen interessanten Ermittler oder eine spezielle Ermittlerin, suchen nach einem geeigneten Tatort und beginnen zu schreiben. Einen Kurzkrimi beenden Sie möglicherweise in den drei Seminartagen, für einen längeren Roman legen Sie ein tragfähiges Fundament.

Was Sie dafür tun müssen? Sich bis zum 3. Oktober 2016 anmelden. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Ich würde mich freuen, Sie im Hotel Rodderhof in Ahrweiler begrüßen zu können.