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Gänsefüßchen & Co.

Im Duden heißt es kurz und knapp: »Anführungszeichen stehen vor und hinter wörtlich wiedergegebenen Äußerungen und Gedanken.« So weit, so einfach. Der Teufel steckt wie immer im Detail. Lassen die zahlreichen Anführungsstriche bei schneller Wechselrede den Text nicht verwirrend und plump erscheinen? Stehen die Gänsefüßchen vor oder hinter den Satzzeichen? Warum erzeugt mein Textverarbeitungsprogramm nur „nach oben gerichtete“ Striche? Wann benutzt man ‚einfache‘ Anführungszeichen? Und wo verstecken sich eigentlich die kleinen »spitzen doppelten« oder ›einfachen‹ Zeichen, die viel hübscher sind als die >plumpen< Dinger, die mein Computer produziert? Weiterlesen

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Buchgestaltung für Selfpublisher – Tipp 8: Lassen Sie nicht benötigte Seitenzahlen verschwinden

Die Seitenzahl ist zwar wichtig für die Navigation innerhalb des Textes, aber immer auch ein Störfaktor im Satzspiegel. Das fällt besonders bei ganzseitigen Abbildungen auf. Deshalb wird in Bilderbüchern oft darauf verzichtet. Auch Seiten, nach denen nicht gesucht wird, also etwa die Titelei am Anfang eines Buches sowie Leerseiten zwischendurch und am Ende werden nicht paginiert. Das heißt aber nur, dass auf diesen Seiten die Seitenzahl nicht erscheint, mitgezählt werden sie!

Es ist schon so mancher bei dem Versuch verzweifelt, Seitenzahlen in Word zum Verschwinden zu bringen. Denn vorgesehen ist dort nur die Option, sie auf der ersten Seite zu unterdrücken. Inzwischen kenne ich zwei Möglichkeiten, eine etwas unelegante, aber recht einfache, und eine raffinierte, etwas kompliziertere. Ich stelle Ihnen beide vor, so können Sie selbst entscheiden oder je nach Fall auch beide verwenden.

Variante 1: Seitenzahlen abdecken

Das einfachste Verfahren besteht darin, alle Seiten durchgängig zu paginieren und die überflüssigen mit einem kleinen weißen Rechteck ohne Rand abzudecken. Dazu gehen Sie wie folgt vor:
EINFÜGEN > Illustrationen > Formen. Nehmen Sie die Rechteckform und ziehen Sie das angezeigte Kreuz ein Stück weit auf. Sie können die Größe später nach Belieben ändern. Wenn Sie anschließend auf das Rechteck klicken, erscheint in der Menüleiste der Reiter: ZEICHENTOOLS. Dort wählen Sie unter Fülleffekt > weiss und unter Formkontur > kein Rahmen. Das Kästchen schieben Sie über die Seitenzahl. Bitte denken Sie daran, dass bei Änderungen des Layouts das Kästchen verrutschen und die Zahl wieder sichtbar werden kann. Prüfen Sie ganz am Ende Ihrer Gestaltungsarbeit, ob alles korrekt ist.

Variante 2: Die Option Abschnittsumbrüche nutzen

Dieses Verfahren ist dann leicht anzuwenden, wenn nur die ersten und evtl. noch die letzten Seiten unpaginiert bleiben sollen. Es funktioniert so, dass Sie verschiedene Textabschnitte definieren, denen Sie unterschiedliche Fußzeilenoptionen (mit bzw. ohne Seitenzahl) zuweisen.

Dazu fügen Sie jeweils an der letzten Seite eines zusammenhängenden Abschnitts einen Abschnittsumbruch ein, zum Beispiel am Ende der Titelei (z. B. Seite vier oder sechs):
SEITENLAYOUT > Umbrüche > Nächste Seite

Wenn Sie jetzt wieder auf die Fußzeile navigieren, entweder mit der oben genannten Befehlsfolge oder einem Doppelklick mit der linken Maustaste im Fußnotenbereich, wird angezeigt, dass es Abschnitt eins und zwei gibt. Voreingestellt ist allerdings die Option »Wie vorige«, die Fußzeilen beider Abschnitte sind also identisch. Um diese Funktion zu deaktivieren, gehen Sie so vor:
EINFÜGEN > Fußzeile > Fußzeile bearbeiten > Navigation > mit voriger verknüpfen [ausschalten]

Nun können Sie für jeden Bereich gesondert festlegen, ob er mit oder ohne Seitenzahlen erscheinen soll.

Dieser Tipp stammt aus der Kurzanleitung Buchgestaltung mit Word. Schritt für Schritt zum Print on Demand (Norderstedt: BoD 2015, 48 S., 4,99 €; E-Book 2,99 €). Der Titel ist überall im Buchhandel bestellbar.

Tipp 7: Formatieren Sie die Seitenzahlen unaufdringlich

 

Buchgestaltung für Selfpublisher – Tipp 5: Wählen Sie einen harmonisch wirkenden Zeilenabstand

Buchtipp5Zur Lesefreundlichkeit trägt ein ausreichender Zeilenabstand erheblich bei. Beim voreingestellten einfachen Abstand stehen die Zeilen sehr dicht untereinander und erzeugen leicht den Eindruck, als ob sie ineinanderfließen. Ein zu großer Abstand reißt dagegen die Einheit des Textes auseinander und erschwert die Lektüre, weil das Auge von einer Zeile zur nächsten springen muss. Gewünscht ist ein weicher, fließender Wechsel in der Wahrnehmung der Zeilen, den Sie erreichen, wenn Sie einen Zeilenabstand von 110 – 120 % der Schriftgröße wählen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die sogenannte Registerhaltigkeit, die mit Word wesentlich schwerer umzusetzen ist als mit einem professionellen Satzprogramm. Damit ein klares Schriftbild entsteht, müssen die Zeilen bei jedem Blatt auf der Vor- und der Rückseite deckungsgleich sein. Ist das nicht der Fall, schimmert die Schrift durch und erzeugt einen Grauschleier. Sie sollten deshalb nur einen einzigen, festen Zeilenabstand für den gesamten Text nutzen. Bei automatischem oder x-fachem Abstand verrutscht der Text immer dann, wenn z. B. bei einer Überschrift mit einer anderen Schriftgröße gearbeitet wird.

START> Absatz > Einzüge und Abstände > Abstand > Zeilenabstand > genau [12 Pt. oder 13 Pt.]. Achten Sie darauf, dass bei »Vor« und »Nach« jeweils 0 eingetragen ist.

Dieser Tipp stammt aus der Kurzanleitung Buchgestaltung mit Word. Schritt für Schritt zum Print on Demand (Norderstedt: BoD 2015, 48 S., 4,99 €; E-Book 2,99 €). Der Titel ist überall im Buchhandel bestellbar.

Tipp 4: Nehmen Sie eine gut lesbare Schrift

Tipp 6: Nutzen Sie Blocksatz und Silbentrennung zusammen