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Schreiben im Museum für Angewandte Kunst in Köln

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Museen sind eine unerschöpfliche Fundgrube für Geschichten, Gedichte, Beschreibungen und Reflexionen. Das gilt insbesondere für das Museum für Angewandte Kunst in Köln. Weiterlesen

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Sinnenrausch Weihnachtsmarkt – Schreibseminar

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Weihnachtsmärkte berauschen mit Lichterglanz, Mandelduft und Glockenklang. Sie laden dazu ein, mit allen Sinnen zu schreiben. Im letzten Jahr sind sehr eigenwillige Texte entstanden, die auch etwas von dem Widerspruch zwischen Hektik und Kommerz auf der einen Seite und dem Wunsch nach festlicher Stimmung und Harmonie auf der anderen Seite ausdrückten. Ich freue mich, wenn Sie diesmal dabei sind.

Lassen Sie sich inspirieren. Bummeln Sie mit offenen Ohren und Augen über den »Markt der Engel« in Köln, achten Sie auf Gerüche, Geräusche und Ihre Empfindungen. Dabei entdecken Sie ganz sicher Stoff für eine besondere Weihnachtsgeschichte.
Die können Sie anschließend im Schreibraum in der Schönsteinstraße gestalten und in gemütlicher Runde bei Punsch, Gebäck und Kerzenschein vorstellen.
Ihr Schreibzeug bringen Sie bitte mit (Heft oder Block, Stift, Laptop etc.).
Bitte melden Sie sich an: 0221-4856490 oder Schikorsky@Stilistico.de

Donnerstag. 1. Dezember 2016, 3–8 Teilnehmer
17–21 Uhr, 30 Euro (inkl. Punsch und Gebäck)
Leitung: Isa Schikorsky 

Treffpunkt: Mayersche Buchhandlung, Neumarkt 2, 50667 Köln-Zentrum.
Fortsetzung des Seminars: Schönsteinstraße 12A, 50825 Köln-Ehrenfeld

16.09.2018: Literaturspaziergang in Köln

 

Rund um Neumarkt und Rudolfplatz

Es gibt viel zu entdecken auf dem Weg vom Neumarkt über Schildergasse, Ehrenstraße und Hohenzollernring ins Belgische Viertel und zurück. Freuen Sie sich auf Begegnungen mit Texten von Rolf Dieter Brinkmann, Hans Bender, Ulla Hahn und anderen. Erleben Sie, wie durch die Imaginationskraft der Literatur längst verschwundene Orte wieder lebendig werden. Weiterlesen

21. Juli 2016: Literarischer Spaziergang durch die Kölner Südstadt

Die Kölner Südstadt scheint ein günstiges Pflaster für Schriftsteller zu sein. Mit Irmgard Keun, Heinrich Böll und Dieter Wellershoff wohnten bzw. wohnen drei bedeutende Autoren des 20. Jahrhunderts nur wenige Hundert Meter voneinander entfernt.

Spaziergang-Park

Auf einem literarischen Spaziergang führt die Germanistin Isa Schikorsky zu den Lebensorten der Autoren und zu Schauplätzen ihrer Romane, Essays und Erinnerungstexte. So wird unmittelbar deutlich, wie Wirklichkeit literarisch gestaltet und in Fiktion verwandelt wird. Auf elf Stationen zwischen Ubierring, Chlodwigplatz, Friedenspark und Eierplätzchen lernen die Teilnehmer unter anderem drei Adressen von Heinrich Böll und Spielplätze seiner Kindheit kennen.

Spaziergang-Kiosk

Sie erfahren zudem, wie bedeutsam der Kiosk an der Ecke Maternusstraße für Irmgard Keun war, welche Rolle die Platanen vor der Fachhochschule in Dieter Wellershoffs »Liebeswunsch« und die Südbrücke in Bölls »Billard um halb zehn« spielen, und wie Elke Heidenreich die Kneipe »Opera« erzählerisch mit Boris Becker verbandelt hat. Und zwischen all den literarisch inspirierenden Straßen und Plätzen entdecken sie den Ort, an dem die Nazis im Mai 1933 Bücher verbrannten.

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Donnerstag, 21. Juli 2016, 18.30–20.00 Uhr. Treffunkt: An der Bank auf der Grünfläche neben der KVB-Haltestelle »Ubierring«, (Linien 15 und 16), Ubierring, 50678 Köln-Südstadt, Kosten 10 Euro.
Anmeldung unter: Schikorsky@Stilistico.de oder telefonisch 0221-4856490

Schreibseminare und Schreibreisen: Das Programm für 2015 ist da!

Cover-Stilistico-Programm-2015Alle Schreibreisen und Schreibseminare von Stilistico Schreibkultur fürs Jahr 2015: Ahrweiler, Rügen, Kleve, Dresden, Leverkusen und Bremerhaven stehen auf dem Programm – ideal zum Wünschen und Schenken.

Und für alle, die in Köln und Umgebung wohnen, gibt es Köln spezial: 6 x Inspiration in der Stadt, unter anderem in einer alten Brotfabrik, im Botanischen Garten, in der Südstadt und auf dem Weihnachtsmarkt.

Auf Schreibexpedition in der Stadt

Motoren summen vor der roten Ampel: startklar. Der Schatten reicht für den Bürgersteig und den Radweg daneben. Das grüne Band des Kanals liegt träge im Sonnenschein. Algenblüte macht sich breit. In der prallen Mittagssonne strahlt der Sandplatz die Unerbittlichkeit der durchglühten Sahara aus. Julian geht weiter. Unzählige Fahrräder säumen die Wiesen vor den Gebäuden, auf denen junge Menschen im Schatten großer Linden sitzen, deren welkende Blüten einen letzten Duft verströmen.

Hungrig ist er nicht. Zum Frühstück isst er immer eine Portion Pellkartoffeln mit Quark. Und doch sucht er sich einen Platz im Straßencafé, bestellt Cappuccino und Kuchen, klappt sein Laptop auf, startet ihn und liest, was er zuletzt geschrieben hat: „Dabei war es nur sein Bestreben, endlich einmal die Produktionsanstalten des von ihm so geliebten Eau des Cologne in Augenschein zu nehmen. Beiß die Zähne zusammen, alter Knabe, machte er sich selbst Mut, während Gänsehaut seinen Nacken hinaufkroch.“ Wie soll es weitergehen mit seinem Horrorroman? Julian fehlt eine zündende Idee. Er überlegt eine Weile, dann schweifen seine Gedanken ab. Hier zu sitzen, Himbeertörtchen zu essen, Kaffee zu schlürfen, Sonne auf der Haut, ist unvergleichlich besser als in engen Institutsgebäuden sinnlose Anträge zu formulieren. Andererseits: Wenn er das Manuskript nicht bald abschließt, wird er seine Karriere als Schriftsteller vergessen können.

Koeln-IMG_6331Haben Sie es gemerkt? Dieser Text hat nicht einen Urheber, sondern sieben. Es ist eine kleine Collage von Lieblingssätzen der Teilnehmerinnen am Sommerschreibworkshop  der Volkshochschule Köln im letzten Jahr.

Inzwischen hat dieses Seminar schon Tradition. Es ist eine tolle Gelegenheit, verschiedene Stadtteile auf ungewöhnliche Weise zu entdecken. Sie gehen durch teils fremde, teil vertraute Straßen und Parks und sehen alles mit den Augen des Schreibenden. Da wird der harmlose Passant schnell zur unheimlichen Figur. Da der Seminarort direkt an den Hauptfriedhof Kölns grenzt, den Melatenfriedhof, gibt es die zusätzliche Möglichkeit, dort den Geschichten von prominenten und weniger bekannten Menschen wie etwa dem etwa Erfinder des Eau des Cologne nachzuspüren.

Gehen Sie doch einfach mal bei sich zu Hause auf Schreibexpedition. Einen anregenden Impuls gibt die Stadtplanfantasie. So funktioniert es:

  1. Nehmen Sie den Stadtplan Ihres Wohnortes zur Hand oder rufen Sie ihn im Internet auf.
  2. Suchen Sie sich einen Punkt auf dem Stadtplanausschnitt nach dem Zufallsprinzip: Augen schließen, mit einem Stift einen Punkt markieren.
  3. Notieren Sie zunächst Ihre Vorstellungen vom gewählten Ort: Wie wird es dort aussehen? Was wird zu riechen und zu hören sein? Wer lebt dort? Wer begegnet Ihnen dort? Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf.
  4. Suchen Sie dann den Ort auf. Notieren Sie jetzt, was Sie tatsächlich dort wahrnehmen. Berücksichtigen Sie alle Sinne. Beziehen Sie das Wetter, tages- oder jahreszeitliche Besonderheiten mit ein. Versuchen Sie, die besondere Stimmung des Ortes und seiner Menschen einzufangen.
  5. Schreiben Sie unterwegs oder nach Ihrer Rückkehr eine kleine Geschichte oder Beschreibung des Ortes.
  6. Wenn Sie mögen, stellen Sie das Ergebnis (oder einen Ausschnitt) hier ein.

Viel Vergnügen.

Wer Lust hat, Köln-Lindenthal mit allen Sinnen und den Mitteln der Sprache zu entdecken: In der Schreibwerkstatt vom 7. bis 10. Juli 2014 sind noch ein paar Plätze frei. Ich freue mich auf Sie.