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Mini-Bilderbücher schreiben und gestalten

Mini-Bilderbücher waren das Thema eines Samstagsseminars im Rahmen von „Köln spezial„. Die Idee dazu verdanke ich der Künstlerin Petra Paffenholz. Mit einer einfachen Falttechnik lässt sich ein Blatt Papier in ein Minibuch für Kinder oder Erwachsene verwandeln. Wenn Sie es nachmachen möchten: Hier wird es erklärt.

Ein Minibuch besteht also aus acht Seiten (Erweiterungen sind möglich), nimmt man DIN-A3-Blätter, haben die Seiten Oktavheft-Format. Gerade diese Begrenzung macht es spannend, den Inhalt entsprechend auszuwählen und zu reduzieren. Weiterlesen

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Für Kinder schreiben auf Erich Kästners Spuren

KaestnerIn seinen Kinderbüchern versucht Erich Kästner, seine verlorene Kindheit wiederzugewinnen. In der Fiktion verwandelt er die »gemischten Gefühle« und Erfahrungen seiner realen Kinderjahre in eine ideale Wunschkindheit. Tatsächlich gehört es zu den besonderen Fähigkeiten des Autors, Kinderfiguren schaffen zu können, deren Denken und Handeln authentisch wirkt.

Das habe ich in meiner Biografie (dtv 1998, S. 67) über das Erfolgsgeheimnis von Erich Kästner als Kinderbuchautor geschrieben. Er hat sich an die Gefühle seiner Kindheit erinnert und sie auf die Helden seiner Kinderromane wie Emil Tischbein, Pony Hütchen oder Anton Gast übertragen, die dadurch eine überzeitlich wirksame Glaubwürdigkeit gewonnen haben. Wenn Sie mehr über Kästners Schreibweisen, seine Biografie und die große Liebe zu seiner Heimatstadt Dresden erfahren möchten, dann sollten Sie vom 21. bis 23. Oktober 2015 mit in die sächsische Metropole reisen. Lassen Sie sich im Schreibseminar von Kästner zu eigenen Kindergeschichten inspirieren und lernen Sie außerdem den Autor besser kennen durch einen Vortrag, einen Besuch des Kästner-Museums und einen literarischen Spaziergang.

Hier erfahren Sie mehr.

Wenn Sie nicht mit dabei sein können, lassen Sie sich einfach durch den folgenden Tipp anregen:

Kindheitsemotionen

Der ideale Kinderbuchautor ist nach Erich Kästner derjenige, der sich an seine Kindheit erinnert und noch in enger Beziehung zu ihr steht. Ein guter Rat, dem Sie folgen sollten. Erinnern Sie sich an Ihre Kindheit, und zwar vor allem an prägende Erlebnisse und die damit verbundenen SchreibtippGefühle. Wie war das damals, als Sie sich rächen wollten, gelogen haben, sich als Siegerin fühlten, vor Freude tanzten oder ganz furchtbar wütend waren? Schreiben Sie die Geschichte auf, erst in der Ich-Form, so wie Sie sie damals erlebt und empfunden haben. Anschließend können Sie die Perspektive wechseln und das Geschehen aus der Sicht einer erfundenen Kinderfigur in der dritten Person schildern. So schaffen Sie glaubwürdige Charaktere, mit denen junge Leser mitfiebern können. Denn die Lebensumstände mögen sich im Laufe der Generationen ändern, die Gefühle jedoch bleiben dieselben.

Und wenn Sie nach weiteren Anregungen zum Schreiben an inspirierenden Orten Ausschau halten, dann ist Kreativ unterwegs das richtige Buch für Sie. Eine Leseprobe mit fünf Schreiborten erhalten Sie als E-Book gratis.