Schreibtipp: Geruchscollage

schreiben-duftGerüche haften am längsten im Gedächtnis und zaubern intensive Bilder aus der Erinnerung hervor. So verbindet sich der Duft von Zimt möglicherweise mit der Weihnachtsbäckerei in der Kindheit, ein Hauch von Lavendel lässt an den Kleiderschrank der Großmutter denken. Aber: Gerüche lassen sich sehr schwer beschreiben, weil es dafür keine adäquaten Wörter gibt. Als Ersatz dienen Gegenstände (Leder, Heu), Ableitungen davon (rauchig, blumig), Geschmackseindrücke (süß, säuerlich) oder die Wirkung (»Er presste sich ein Taschentuch vor die Nase«). Sammeln Sie Gerüche im Park, in der Stadt, in einem Café, in Ihrer Wohnung oder Ihrer Erinnerung. Wie riechen frisch gemähtes Gras, Lindenblüte, Eichenrinde, Gewürze, Kaffee? Erinnern Sie sich an die Gerüche Ihrer Kindheit? Protokollieren Sie Ihre Wahrnehmungen und schreiben Sie eine Geruchscollage.

Kreativ-unterwegsEine Anregung aus dem Buch: »Kreativ unterwegs. Schöne Orte zum Schreiben und Literaturerleben« (Norderstedt 2018, 92 S., 9,50 Euro). Es handelt sich um eine Mischung aus (literarischem) Reiseführer und Schreibratgeber.

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