Es ist Ihr Geld: Verwertungsgesellschaft Wort

VG-WortEine Frage an alle, die bereits veröffentlicht haben: Sie haben doch einen Wahrnehmungsvertrag mit der Verwertungs­gesellschaft (VG) Wort abgeschlossen, oder? Falls nicht, sollten Sie das dringend nachholen. Es sei denn, Geld spielt in Ihrem Leben keine Rolle. Ansonsten verzichten Sie auf Einnahmen, die Ihnen zustehen. Ihre »Sprachwerke« (so der Fachbegriff) werden nicht nur gekauft, sondern auch auf andere Weise genutzt, etwa vervielfältigt, ausgedruckt oder entliehen. Für die Nebenverwertungen zahlen Unternehmen (z. B. Hersteller von Kopiergeräten und Druckern) und Einrichtungen (z. B. Bibliotheken) Beiträge in einen Pool ein. Dieses Geld wird anschließend nach einem ziemlich komplizierten Schlüssel unter den Urhebern verteilt. Natürlich nur unter denen, die sich angemeldet haben. Deshalb sollten Sie das umgehend tun, wenn Sie es bisher versäumt haben (der 31. Januar ist immer das Stichdatum). Das macht kaum Mühe und ist kostenlos. Auf dem Registrierungs- und Meldeportal der VG Wort können Sie sich anmelden und zugleich den Wahrnehmungsvertrag abschließen.
Welche Summe Ihnen dann jeweils im Juli überwiesen wird, hängt davon ab, was Sie veröffentlicht haben. Für belletristische Titel erhalten Sie Bibliothekstantiemen, die aus einem (jährlich neu berechneten) Sockelbetrag und der Häufigkeit der Ausleihe bestehen. Verwenden Sie das Formular »Titelanzeige für Belletristik/ Sach-/ Kinder-/ Jugendliteratur«. Unbedingt vormerken: In regelmäßigen Abständen findet eine »Sonderverteilung Bibliothekstantieme« statt, zu der sogar Beiträge in Anthologien (Sammelwerken) und literarischen Zeitschriften gemeldet werden können (und zwar aus den vergangenen zehn Jahren!). Ich bin mir sicher, dass hier einige von Ihnen eine Menge Titel vorzuweisen haben. Meldeformulare für die nächste Ausschüttung sind ab 1. Oktober 2018 verfügbar.
Noch üppiger sprudelt die VG-Wort-Geldquelle, wenn Sie Sach- oder Fachbücher veröffentlichen. Hierfür gibt es (neben den Bibliothekstantiemen) einen einmaligen Zuschuss von aktuell dreihundert bis vierhundert Euro (je nach Seitenzahl). Das gilt auch für selbst veröffentlichte Werke, sofern nachgewiesen wird, dass sie in der Bundesrepublik Deutschland in angemessenem Umfang verbreitet sind (mindestens an drei Bibliotheksstandorten oder mindestens hundert verkaufte Exemplare).
Für im Internet publizierte Texte werden unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls Tantiemen gezahlt, für E-Books dagegen bislang nicht.
Wer hauptberuflich als Autorin oder Autor tätig ist, kann zu­dem von einem Beitrag zur Alterssicherung profitieren. Wenn Sie Fragen haben, schicken Sie eine E-Mail an die VG Wort oder rufen Sie direkt dort an. Die Mitarbeiter sind nach meiner Erfahrung außergewöhnlich freundlich, auskunftsfreudig und hilfsbereit.
Alle Informationen und Meldungen unter: www.vgwort.de

Ein Tipp aus dem Schreibratgeber:

Aus-dem-Lektorat-1-2

Aus dem Lektorat 1 und 2. 100 Tipps zum Schreiben und Veröffentlichen. Norderstedt: BoD 2018, 12,90 Euro.

Portofreie Bestellungen im BoD-Buchshop, bei Amazon oder überall im stationären Buchhandel

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s