Archiv für den Monat Februar 2016

Buchgestaltung für Selfpublisher – Tipp 7: Formatieren Sie die Seitenzahlen unaufdringlich

Selbstverständlich für jedes Buch ist die Paginierung, sodass man Textstellen wiederfinden und Zitate eindeutig belegen kann. Vor allem, wenn es ein Inhaltsverzeichnis gibt wie bei einer Sammlung von Erzählungen oder Gedichten, sind Seitenzahlen zur Orientierung und Suche nach einzelnen Texten wichtig. Allerdings haben sie immer nur eine Hilfsfunktion und sollten daher nicht besonders betont oder herausgestellt werden. Wählen Sie die Schriftgröße genauso groß oder einen Punkt kleiner als die Grundschrift. Es kann dieselbe Schriftart wie für den Text genommen werden oder eine andere, aber möglichst dezente. Wo ist die richtige Position für die Seitenzahl? In der Kopfzeile stört sie den Lesefluss, deshalb empfiehlt es sich, sie unten außen oder mittig anzubringen, etwa ein bis eineinhalb Zentimeter unterhalb des Textes. Wenn Sie mit MS-Word arbeiten, sind zwei Schritte nötig, einmal auf einer geraden, einmal auf einer ungeraden Seite auszuführen:

EINFÜGEN > Fußzeile > Fußzeile bearbeiten > [dann erscheint die Registerkarte Kopf- und Fußzeilentools] > Optionen > unterscheide gerade/ungerade.
Weiter unter dem Punkt: Kopf- und Fußzeile > Seitenzahl > Seitenende > Seitenzahl [entweder mittig oder ungerade rechtsbündig und gerade linksbündig]. Anschließend können Sie die grau hinterlegte Zahl markieren, sich mit einem Klick auf die rechte Maustaste Formatierungsmöglichkeiten anzeigen lassen und eventuell die Schriftgröße verkleinern oder einen anderen Schrifttyp wählen. Die folgenden Seitenzahlen werden jeweils automatisch eingefügt.

Dieser Tipp stammt aus der Kurzanleitung Buchgestaltung mit Word. Schritt für Schritt zum Print on Demand (Norderstedt: BoD 2015, 48 S., 4,99 €; E-Book 1,99 €). Der Titel ist überall im Buchhandel bestellbar.

Tipp 6: Nutzen Sie Blocksatz und Silbentrennung zusammen

Tipp 8: Lassen Sie nicht benötigte Seitenzahlen verschwinden

Schreiben in der alten Brotfabrik

Lyrik-cmyk

Wir treffen uns an einem wirklich kreativen Ort. In der Art Factory, einer ehemaligen Brotfabrik, wollen wir den hundertsten Geburtstag des Dadaismus feiern. Die Künstlerin und Buchbinderin Petra Paffenholz begleitet uns durch den Abend, der dem Zufall als schöpferischem Prinzip gewidmet ist. Sie erhalten Anregungen für Lautgedichte und Nonsensliteratur, lernen von Tristan Tzara, wie man ein dadaistisches Gedicht schreibt,  können sich an der Gestaltung von „Arpaden“ versuchen und mit Stempeln oder Collagen arbeiten. Lassen Sie sich überraschen, wohin das Spiel mit Wörtern Sie führt. Ihr Schreibzeug bringen Sie bitte mit (Heft oder Block, Stift, Laptop etc.). (3–10 Teilnehmer)

Dada

Donnerstag, 3. März 2016; 17–20 Uhr
Kosten: 20 Euro
Ort: Atelier Petra Paffenholz, Dünnwalder Mauspfad 341, 51069 Köln-Dünnwald
Anmeldung: Schikorsky@Stilistico.de (bis 29.02.2016)

Buchgestaltung für Selfpublisher – Tipp 6: Nutzen Sie Blocksatz und Silbentrennung zusammen

Erzählungen und Romane werden ganz überwiegend im Blocksatz ausgerichtet. So entsteht ein gleichmäßiger, ruhiger Satzspiegel. Entscheidend dafür ist aber eine ausreichende Silbentrennung. Während professionelle Satzprogramme mit Algorithmen das Erscheinungsbild des gesamten Absatzes berücksichtigen, bietet Word hier nur sehr beschränkte Möglichkeiten. Bleibt die Silbentrennung ausgeschaltet, entstehen oft große Lücken zwischen den Wörtern, die das Satzbild und den Lesefluss empfindlich stören. Zu viele Trennungen, vor allem, wenn auf einer Zeile nur zwei Buchstaben stehen, sehen aber ebenfalls nicht gut aus. Die Balance zu finden, ist in diesem Fall besonders schwierig. Mehr als drei Trennzeichen hintereinander sollten nicht benutzt werden. Geben Sie bei der Option »Aufeinanderfolgende Trennstriche« die Zahl drei ein. Experimentieren können Sie mit der »Silbentrennzone«: Ist deren Wert gering (= 0,01), ergeben sich mehr Trennungen und weniger Zwischenräume; ist er hoch, wird seltener getrennt. Ein Mittelwert liegt bei 0,75 cm.

Bei kürzeren Texten ist der Aufwand vertretbar, die Option »manuell« zu wählen. Doch auch, wer sich für die automatische Silbentrennung entscheidet, sollte das Ergebnis hinterher prüfen, am besten an einem Papierausdruck. Dabei ist darauf zu achten, dass Trennungen von ein oder zwei Buchstaben unterbleiben, indem ein bedingter Trennstrich (STRG + -) an anderer Stelle des Wortes eingefügt oder auf eine Trennung ganz verzichtet wird. Bitte benutzen Sie für die Worttrennung niemals einen normalen Bindestrich, weil bei jeder Änderung die Gefahr besteht, dass er im Text sichtbar wird.

Absatzformatierungen wirken sich immer nur auf die markierten Absätze aus. Deshalb sollten Sie zunächst den gesamten Text markieren: START > Bearbeiten > Markieren > Alles markieren [oder STR + a], dann:
START > Absatz >Einzüge und Abstände > Allgemein > Ausrichtung > Blocksatz und
SEITENLAYOUT > Seite einrichten > Silbentrennung > Silbentrennungsoptionen > Automatische Silbentrennung; Aufeinanderfolgende Trennstriche = 3; Silbentrennungszone = 0,75 cm [oder anderen Wert eingeben]

Dieser Tipp stammt aus der Kurzanleitung Buchgestaltung mit Word. Schritt für Schritt zum Print on Demand (Norderstedt: BoD 2015, 48 S., 4,99 €; E-Book 1,99 €). Der Titel ist überall im Buchhandel bestellbar.

Tipp 5: Wählen Sie einen harmonisch wirkenden Zeilenabstand

 Tipp 7: Formatieren Sie die Seitenzahlen unaufdringlich