Archiv für den Monat August 2014

Ein Hoch auf die Testleser

Buch-Seite10Acht Testleser und Testleserinnen haben mein Manuskript über die literarischen Figuren kritisch unter die Lupe genommen. Und ich kann sagen: Es hat sich gelohnt. Zu lange Sätze, unfreundliche Ansprache an die Zielgruppe, zu viele Beispiele, unklare Strukturen und natürlich viele Kleinigkeiten wie fehlende Wörter, falsche Endungen und echte Rechtschreibfehler haben sie entdeckt: wunderbar! Das meiste hätte ich nie gefunden, auch wenn ich meinen Text noch tausendmal gelesen hätte. Denn irgendwann ist man einfach „betriebsblind“ gegenüber dem, was man selbst verfasst hat. Fast alle Anmerkungen haben mir eingeleuchtet und ich habe nochmals viel geändert. Jetzt wird der Text von „Helden, Helfer und Halunken“ von einem professionellen Korrektor geprüft, denn ganz klar: Beim Überarbeiten und bei der Gestaltung haben sich wieder neue Fehler eingeschlichen. Ja, das Streben nach Perfektion ist ebenso mühselig wie vergeblich. Eines ist sicher: Wenn alles fertig ist und das Buch gedruckt vorliegt, werde ich und werden die Leser noch den einen oder anderen Fehler entdecken.

Ich hoffe, Sie kennen solche ungemein hilfreichen Wesen, die Sie nicht mit überschwänglichem Lob in falscher Sicherheit wiegen, sondern sich wirklich mit Ihrem Text auseinandersetzen. Denn Begeisterung bringt Sie nicht weiter. Um dem Testleser deutlich zu machen, dass er Schwachstellen aufzeigen soll, können Sie Fragen zum Manuskript formulieren. Bei einem Roman vielleicht: „Wie gefällt dir die Hauptfigur?“ oder „An welchen Stellen hast du dich gelangweilt?“ Wenn sich Ihre Testleser zunächst unvoreingenommen eine Meinung bilden sollen, können Sie die Fragen auch nachreichen.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit Testlesern? Haben Sie besondere Tipps und Strategien, wie sich der kritische Blick noch schärfen lässt?

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